FCC-Vorstand entlastet, aber nicht entlassen
Keine neue Vorstandschaft beim FC Chammünster / Viele Erfolge in Abteilungen
CHAMMÜNSTER
(chi). Es war leider nichts dran an den Gerüchten, die im Vorfeld der
Jahreshauptversammlung des FC Chammünster am Samstagabend im Gasthaus Hunger am
Ödenturm im Dorf die Runde gemacht hatten, nämlich dass es einen willigen
Kandidaten für das Amt des Ersten Vorsitzenden im FC gäbe. Denn als die Neuwahl
der Vorstandschaft anstand, halfen selbst die wirklich überzeugenden Worte von
Günther Lommer nichts und es fand sich keiner, der die Nachfolge von Franz
Schneider übernehmen wollte, der ja bereits vor drei Jahren seinen Rückzug vom
FCC-Vorsitz angekündigt hatte. Dabei ist der FC Chammünster eigentlich ein
gesunder Verein, finanziell zwar nicht auf Rosen gebettet, aber im positiven
Bereich, sportlich in einigen Bereichen nicht nur im Landkreis Spitze.
"Wieder ein Verein, von dem dann in der Zeitung steht, dass er keine
Vorstandschaft gefunden hat." 2. Bürgermeister, ASV-Präsident und auch
FC-Mitglied Günther Lommer resignierte schließlich, als sich bei der
Jahreshauptversammlung des FC Chammünster herausstellte, dass "keiner da ist,
dem der Verein so viel wert ist, dass er sich für ein Ehrenamt zur Verfügung
stellt". Und dabei waren eigentlich alle Berichte aus FC-Hauptvorstand, den
Abteilungen und vom Vereinsheim positiv und durchaus optimistisch ausgefallen.
Eingeleitet wurde die Jahreshauptversammlung traditionell mit einem Gottesdienst
im Marienmünster, zelebriert von den Pfarrern Markus Nees und Franz Xaver
Hebauer. Dafür dankte ihnen FC-Vorstand Franz Schneider anschließend bei der
Begrüßung der Gäste, ehe er Rechenschaft für den Hauptverein ablegte. Die erste
große Veranstaltung war letztes Jahr das Jubiläum der Eisstockabteilung, das der
Hauptverein organisatorisch unterstützte. Für die würdige Feier dankte Schneider
der Abteilungsleitung. Mit eigenen Mannschaften nahm der FC-Hauptverein an den
Dorfmeisterschaften teil, wurde im Luftgewehrschießen Mannschafts-Dorfmeister,
beim Sommerstock belegte das FC-Team den dritten Rang.
Erfolgreich nach außen hin präsentierte sich der FC beim Chamer Bürgerfest,
wobei besonders die Inliner mit ihren Rennen und der Demo-Strecke für Furore
sorgten, aber auch die Turn-Damen oder die Fußballer mit ihren Ständen positiv
ankamen, trotz ungünstigem Platz. Positiv auch das Weinfest im Oktober, bei dem
mit dem Wettbewerb zum Titel einer Weinkönigin (Julia Früchtl) Abwechslung
geboten und das Niveau gehoben wurde. Abteilungsübergreifend nahmen 17 FCler am
Sportabzeichen-Test teil, Dank galt hier BLSV-Beauftragtem Karl-Heinz Frank für
die Durchführung. Bürgermeister Hackenspiel war das prominenteste FC-Mitglied,
dem zum Geburtstag gratuliert wurde.
Eine "Form des Vereinsarchivs" sei der "Sportbote", die jährliche
Mitgliederzeitung des FCC. Als kompakte Information gerade für auswärtige
Mitglieder habe das Heft auch weiter seine Daseinsberechtigung, so Franz
Schneider. Der Faschingsball sei nicht recht gut besucht gewesen, doch habe die
Zusammenarbeit mit der Faschingsgesellschaft wieder zu originellen Auftritten
geführt. Diese Kooperation werde vom FC mit einem Wagen beim Faschingszug
gepflegt, wobei auch die Fußballer noch einen eigenen Wagen stellten.
Schließlich wurden bei der Sportlerehrung des Landkreises zehn FC-Mitglieder
ausgezeichnet, alles Inliner und Skifahrer.

Beim FC Chammünster seien derzeit 20 Übungsleiter tätig, der Mitgliederstand
halte sich bei 750. Und zum Schluss dankte Schneider der Stadt, dem BLSV und der
bsj sowie allen Führungspersonen im FC und "allen aktiven Sportlern: Sie erst
rechtfertigen die Existenz eines Sportvereins". Und dann machte er es offiziell:
"Meine Zeit als Vorstand endet mit dem heutigen Tag. Ich habe immer mein
Hauptaugenmerk darauf gelegt, dass der Sportbetrieb gewährleistet war." In seine
Amtszeit seien etliche Bau- und Renovierungsmaßnahmen gefallen, dennoch konnten
Schulden abgebaut werden. "Diese Aktivitäten erfordern personelles Engagement",
stellte Schneider fest, doch seien viel zu wenig FCler dazu bereit, was dazu
geführt habe, dass zwei Jahre kein Kassier da war, ein Jahr die
Mitgliederverwaltung von ihm miterlerdigt wurde. Dabei beinhalte der Sport so
viele Werte, vor allem biete er soziale Bindungen. Und doch gehe auch am FC
Chammünster der Rückzug vom Verein nicht vorbei, besonders die Damen würden
nicht mehr so zum Sportverein gehen wie früher. Trotzdem sei der FC Chammünster
eine "Interessen GmbH - eine Gemeinschaft mit berechtigter Hoffnung".
Eine Hoffnung ist die Jugend, für deren Jugendzirkel der neue Hauptjugendleiter
Alexander Kregiel referierte. Er berichtete zunächst von den Veranstaltungen des
Jugendzirkels im vergangenen Jahr, vom gut besuchten Ostereiersuchen für die
Kinder, von der mau besuchten Jahresversammlung, dem Erfolg der Ferienfreizeit
im August, der Nikolauswanderung und der neuerlichen Jahresversammlung, bei der
Reinhard Rädlinger und Ulrike Wittmann als Hauptjugendleiter von Alexander
Kregiel und Margarete Iglhaut abgelöst wurden. Neue Jugendsprecher sind
Franziska und Johannes Karl. Er erhoffe sich eine engere Zusammenarbeit des
Jugendzirkels mit den Jugendleitern der Abteilungen, so Kregiel, um die
Jugendlichen auch an den Gesamtverein zu binden. "Aber dann kann es auch nicht
sein, dass zur Versammlung des Jugendzirkels alle Abteilungsleiter eingeladen
werden und nur einer kommt, einer entschuldigt sich und der Rest bleibt einfach
weg." Generell müsse die Devise lauten: "Kinder weg vom PC und ab in den FC!"
Der Jugendzirkel werde dafür wieder ein attraktives Angebot erstellen, das
nächste wird am Karsamstag ein Ostereier-Bemalen sein.
"Berechtigte Hoffnungen in diese Jugendleitung" setzte Franz Schneider und bat
die Abteilungsleiter um ihre Berichte. Richard Sauer führt seit zwei Jahren die
Eisstöckler, verwies auf eine gemischte sportliche Bilanz, aber auf ein wieder
erstarktes Zusammengehörigkeitsgefühl, das sich beim Fest zum 25-jährigen
Bestehen der Abteilung gezeigt habe. Freude habe er vor allem über die Gruppe
Jugendlicher, die seit etwa einem halben Jahr regelmäßig unter Leitung von
Konrad Rädlinger trainiert und hoffen lässt, dass die Abteilung nicht ausstirbt.
Eine große Abteilung leitet Heribert Roiger, die Fußballer. Sieben Mannschaften
stehen derzeit im Spielbetrieb, wobei die Herren-Mannschaften durch Weggänge und
Verletzungen arg gebeutelt wurden und sich im Neuaufbau befinden. Roiger hoffte,
dass die A-Jugendspieler dem Verein erhalten bleiben und die Herren unterstützen
werden. Bei den Jugendmannschaften sei der Eifer der F-Jugendlichen zu loben,
auch die E-Jugend hatte ein paar Erfolge, die C-Jugendmannschaft sei sehr jung,
da es keine D-Jugend gibt, daher sind die Erfolge nur mäßig. Die B-Jugend, als
C-Jugend schon imponierender Meister, sei nun auch wieder oben in der Tabelle zu
finden. Von der A-Jugend seien drei Minstacher in einer Spielgemeinschaft.
Positiv die aktiven Alten Herren, "Sie verwalten und finanzieren sich selbst.
Abteilung, was willst du mehr!" Gesellschaftlich waren die Fußballer beim
Bürgerfest engagiert, hatten einen "Tag des Fußballs" organisiert, die Bar beim
FC-Ball geleitet, beim Faschingszug mit einem Wagen teilgenommen, bei den
Dorfmeisterschaften im Eisstockschießen und LG-Schießen mitgemacht, die
Veranstaltungen im Pfarrbereich besucht und nicht zuletzt "jeden Samstag und
Sonntag treffen wir uns im Vereinsheim", was für die Existenz des Hauses nicht
unbedeutend ist.
Die sportlich erfolgreichste Abteilung im FC Chammünster ist zweifellos die
Skiabteilung. Deren Leiter Reinhard Wutz hat fast jedes Jahr Probleme, nur die
größten Erfolge seiner Mitglieder herauszufiltern. Zunächst listete er
stichpunktartig die eigenen Veranstaltungen auf: Die Inlinepräsentation beim
Bürgerfest, eine weitere ein paar Wochen später am Vortag des Inline-Europacups
am Chamer Schulberg, der bisher größten vom FCC organisierten Veranstaltung.
Dann der Skiauftakt in Sölden, Skibasar, Skigymnastik und Skikurse (130
Teilnehmer!), Trainingslager in den Alpen, die Durchführung der
Bayerwaldmeisterschaft in der Kombination, die offene Vereinsmeisterschaft und
der Ödenturm-Cup. Die sportlichen Erfolge machte Wutz mit den Ranglisten der
deutschen Verbände deutlich, wobei besonders im Inlinebereich die Erfolge von
FCC-Läufern herausragend sind. So sind unter den ersten 20 der DRIV-Liste sieben
FCC-Fahrer zu finden, bei den Damen belegt Tina Zistler Platz 7, Claudia
Wittmann Platz 22, obwohl beide noch Jugendliche sind. Bei den Schülern finden
sich fünf Minstacher unter den besten 15. Bei der DSV-Liste sind bei den
Schülern/Jugendlichen ebenfalls fünf Minstacher Läufer unter den besten 15. Der
FC Chammünster stellte bei den bayerischen Meisterschaften in allen männlichen
Klassen die Sieger, bei den deutschen Meisterschaften war er der erfolgreichste
Verein. Vom FC sind fünf Läufer in den Bayernkader aufgenommen worden, drei in
die Nationalmannschaft. Beim Skifahren sieht's nicht ganz so gut aus, doch
erreichen auch hier immer wieder vor allem die Schüler und Jugendlichen
hervorragende Platzierungen.
Sportlich und gesellschaftlich sah Hans Bayer das Jahr seiner Tennisabteilung
als durchaus positiv, wenn auch die Herrenmannschaft absteigen musste, dagegen
wurden die Bambini ungeschlagen Meister und die Damen erkämpften sich das
Aufstiegsrecht in die Kreisklasse 1. Nur die Juniorenmannschaft schwächelt.
Ansonsten wurden Vereinsmeisterschaften, Schleiferl-Turnier, Sommerfest,
Radltour und Wanderungen unternommen und sind auch wieder geplant. Das Training
hat für die Kinder bereits wieder begonnen, die Erwachsenen folgen bald.
"Wir sind eine kleine Abteilung, deswegen gibt's auch nur einen kurzen Bericht",
kündigte Dr. Georg Turba für die Tischtennis-Abteilung an. 26 spielberechtigte
Sportler kämpfen mit dem weißen Ball, sehr erfolgreich die Jungenmannschaft in
der 1. Kreisklasse, wo sie ohne Punktverlust Meister wurde, aber wegen der
Umstände auf einen Aufstieg in die Bezirksklasse 3 verzichtete. Die Herren
hielten sich in der 4. Kreisliga recht gut, wurden 4. Die Damen konnten in der
2. Bezirksliga Nord gerade noch dem Abstieg entrinnen. "Es kommt nix nach",
beklagte Turba den Nachwuchsmangel bei diesem Sport, man wolle überlegen, wie
man Kinder für Tischtennis begeistern könne.
Ausnahmsweise stellte diesmal die stv. Abteilungsleiterin Annemarie Wutz die
Turnabteilung vor, die mit der Aktivsportgruppe, dem Damenturnen, Aerobic,
Kleinkinder- und Kinderturnen mit Tanz ein breites Publikum hat. Doch gerade die
Aktivsportler (ab etwa 50 Jahren) suchen Nachwuchs. Aerobic und das Kinderturnen
würden dagegen fast überrannt, so dass besonders für die Kleinen noch Helfer
gesucht werden. Außersportlich war die Turn-Abteilung beim Jubiläum der
Aktivsportgruppe beteiligt wie auch am Bürgerfest mit dem Kaffee-/Kuchenstand,
aus dem Erlös schafft sich die Abteilung ein Kaffee-Geschirr an, das die anderen
FC-Abteilungen ausleihen können. Weiter ließ man sich auf den Jakobsturm führen,
radelte durch die Gegend, organisierte ein Kinderfest am Sportgelände, machte
eine Exkursion durch den Stadtpark, organisierte den Kuchenverkauf am Fasching
und wanderte in der Nacht. Annemarie Wutz meinte abschließend, dass Sporttreiben
immer noch am günstigsten im Verein sei, und dankte der ausgeschiedenen
Abteilungsführerin Birgit Hoffmann für sechs Jahre Dienst. Franz Schneider
erwähnte noch, dass vom FC nun auch Nordic Walking angeboten werde, doch die
organisatorische Eingliederung in den Verein noch nicht klar sei.
Traudl Hunger konnte mal wieder einen positiven Kassenstand vermelden und dankte
"unserem rührigen Hauptvorstand", dass er ihr immer zur Seite gestanden sei, als
sie vor zwei Jahren das Amt des Kassenwarts angenommen hat. Thomas Platzer,
Schützenmeister der Schützengilde, verlas den Bericht von
Vereinsheim-Ausschussleiter Erich Babl, der verhindert war. Die Darlehenstilgung
bei BLSV und Brauerei Hintereder sei im Plan, auch wenn es im Frühjahr nach dem
Gaseinkauf einen finanziellen Engpass gegeben hatte, den Schützen und FC
ausgleichen mussten. Auch stehen immer wieder Reparaturen des acht Jahre alten
Hauses an. Mit einem Steckerlfisch-Essen und dem Weinfest versuche man,
zusätzliches Geld in die Kasse zu bekommen. Die eigentlichen Einnahmen kommen
aber von den regelmäßigen Besuchern, denen Babl dafür dankte, wie auch dem
Wirtsehepaar Werner und Bettina Dirscherl. Der Kassenbericht zeigte ein kleines
Plus auf. Andererseits machte Erich Babl deutlich, dass er sich nicht mehr einer
Wiederwahl stelle.
Nachdem es keine Redebeiträge zu den Berichten gab, schritt Franz Schneider zu
den Ehrungen verdienter Mitglieder: "Wir haben die extra früh angesetzt, damit
sie noch wach erlebt wird." Und er zeichnete zusammen mit Dr. Georg Turba
folgende Mitglieder aus:
Für langjährige Vereinsmitgliedschaft erhielten Urkunde und Danknadel für 20
Jahre: Stephan Barufke, Ottmar Busch, Resi Fenth, Stefan Hastreiter, Helmut
Holzer, Josef Oswald, Martin Probst, Konrad Rädlinger, Katrin Schießl, Christian
Schnur, Stefan Töpfl; für 25 Jahre: Rose-Bärbel Beyer, Klaus Brückl, Franz
Daschner, Thomas Haberl, Eveline Hacker, Bernd Hofbauer, Ernst Hunger jun.,
Klaus Hunger, Günther Lommer, Marianne Schäfer, Peter Schamberger, Edgar
Schiedermeier, Manuela Schießl, Angelika Schübl, Chrsitiane Schwägerl, Markus
Steinkirchner, Michael Wanninger, Siegfried Zistler, Gerhard Zistler und Manfred
Zistler; 30 Jahre beim FC sind: Peter Bierl, Anita Buschek, Josef Buschek, Hans
Werner Dendorfer, Josef Fink, Ingeborg Gruber, Hans Heigl, Irmtraud Hunger,
Reinhard Iglhaut, Susanne Siebenhandl, Franz Söllner, Elfriede Wanninger,
Marie-Luise Weiß und Erich Wittmann; und gar 40 Jahre FC-Mitglieder sind Willi
Dendorfer, Reinhold Esch, Dr. Max Fischer, Josef Ketterl, Max Rauscher, Heinrich
Reittinger, Max-Josef Wanninger, Karl Weindl und Helmut Wittmann. Für besondere
Verdienste, vor allem jahrelange Funktionsausübung im FC bekamen folgende
Sportler Ehrenzeichen: In Bronze erhielten es Erwin Holzer, Christoph Schießl,
Andreas Gruber, Daniel Mayer, Hubert Zistler und Michael Daiminger; in Silber
Monika Ludwig, Birgit Hoffmann, Claudia Buschek, Werner Babl, Markus
Steinkirchner, Thomas Steinkirchner, Helmut Schreckinger, Heribert Roiger; mit
Gold schließlich wurden vier Sportler ausgezeichnet: Horst Brandl, Sigi Zistler,
Frank Bayer und Maria-Luise Töpfl.
Nach diesem erfreulichen Tagesordnungspunkt wurde es problematischer, es ging um
eine eventuelle Satzungsänderung hinsichtlich der Erstattung von Aufwendungen,
die im Rahmen des Sportbetriebs für den FC geleistet wurden, seitens des FC. Im
Hauptausschuss war dieser Passus der Satzung wegen der knappen Kasse des Vereins
ausgesetzt worden und die Mitgliederversammlung sollte nun darüber entscheiden,
ob er gestrichen, geändert oder beibehalten wird. Für eine Beibehaltung sprach,
dass "unsere Mitglieder nicht schlechter gestellt werden können als die in
anderen Vereinen", wie es Franz Schneider ausdrückte und wie Günther Lommer
bestätigte, dagegen sprach die Befürchtung, dass es einige wenige Sportler nicht
dabei belassen, den Betrag gegen eine Spendenquittung dem FC in Rechnung zu
stellen, sondern sich diesen auszahlen lassen - was aber bisher noch nie
geschehen war. Doch war auch dieser Satzungsparagraph bei den Mitgliedern
relativ unbekannt. Die Versammlung entschied letztlich dafür, den Passus in der
Satzung drin zu lassen und den Hauptausschuss zu beauftragen, eine Regelung zu
finden, die einmal die Verrechnung gegen Spendenquittung zulässt, andererseits
aber sicherstellt, dass eventuelle Barauszahlungen den Verein nicht in die
Pleite treiben.
Und nun wurde es erst richtig schwierig: die Wahl eines neuen FC-Vorstandes
stand an. Günther Lommer leitete den Wahlausschuss und meinte schon zu Beginn:
"Ich hoffe, dass es diesmal nicht so lange dauert wie vor zwei Jahren." Doch
dankte er zunächst, "nicht nur aus Anstand", dem scheidenden Vorsitzenden Franz
Schneider für seine Arbeit: "Du hast dich um den FC Chammünster, aber auch die
Stadt Cham verdient gemacht." Zu den Berichten der Vorstandschaft gab es keine
Wortmeldungen, so dass sie auch einstimmig entlastet wurde. 76 wahlberechtigte
Mitglieder waren anwesend und die fragte Lommer nach Vorschlägen für einen
ersten Vorsitzenden. Still blieb es im Saal. Nach vergeblichen Versuchen Lommers,
die Anwesenden zu einer Kandidatur zu ermuntern, versuchten einige Damen, Franz
Schneider doch noch rumzukriegen. Doch der verwies auf Querschüsse im Verein
gegen ihn und seine Arbeit und bekräftigte seine Weigerung. Günther Lommer brach
schließlich die Wahl ab, da auch der Vorschlag, die Vorstandsposten von unten
aufzurollen, auf keine Gegenliebe stieß. So leitet der bisherige FC-Vorstand
kommissarisch den Verein weiter bis zu einer außerordentlichen
Mitgliederversammlung.
Franz Schneider aber stellte klar: "Wir gehen heut net auseinander, bevor net a
Gremium da ist, das einen neuen Vorsitzenden sucht." Günther Lommer schlug vor,
dass die Abteilungsleiter drin sein sollten, da sie ihre Leute am besten kennen.
Schließlich erklärten sich Heribert Roiger, Josef Hunger, Reinhard Wutz und Dr.
Georg Turba bereit, auf Vorsitzendensuche zu gehen. Bleibt zu hoffen, dass die
"FC GmbH" wirklich eine ist und berechtigte Hoffnungen auf einen Weiterbestand
gegeben sind.