Jahreshauptversammlung 2010

„Insgesamt bin ich mit unserm FC sehr zufrieden“
24.04.2010
Jahreshauptversammlung des FC Chammünster – Neuer Kassier, Jubiläum, rührige Abteilungen
 
 
„Zu meiner Person: Wenn ich wiedergewählt werden sollte, dann mach ich’s noch eine Periode, aber dann gebe ich das Amt ab“, erklärte der Vorsitzende des FC Chammünster, Dr. Hans Jürgen Moser, am Samstagabend bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im „s’Häusl“ in Chammünster vor rund 80 Mitgliedern und Gästen. Er wurde wiedergewählt wie auch fast der ganze andere Hauptvorstand des FCC, dabei konnte mit Franz Kohl ein neuer Kassier gewonnen werden. Auch die Berichte aus den Abteilungen zeigten, dass im FC Chammünster derzeit das meiste reibungslos und erfolgreich läuft.
Nach der Gedenkmesse für die verstorbenen FCC-Mitglieder im Marienmünster traf sich eine verhältnismäßig große Anzahl FCCler im „s’Häusl“ zur Jahresversammlung, wo sie FCC-Vorsitzender Dr. Hans Jürgen Moser begrüßte, wobei er besonders Pfarrer Markus Nees, Bürgermeisterin Karin Bucher, Ex-MdL Franz Gruber, Stadtrat Michael Daiminger, Ex-MdEP Edgar Schiedermeier sowie den BLSV-Bezirksvorsitzenden Arnold Lindner erwähnte. „Wieder ist eine Periode unter meiner Führung vergangen“, begann Dr. Moser seinen knappen Rückblick, „der FC steht gut da, viele arbeiten mit und helfen, dass es weiter geht im Verein. Besonders möchte ich dem Alexander (Kregiel) danken für sein Engagement, er hat mir viel Arbeit abgenommen. Insgesamt bin ich mit unserm FC sehr zufrieden“, zog der Vorsitzende ein positives Resümee.
Alle anstehenden Probleme, wie die Suche nach neuen Vereinsheimpächtern, nach einem neuen Kassier oder einem Schirmherrn fürs FC-Jubiläum 2011, seien friedlich und erfolgreich gelöst worden. Negativ seien nur die Einbrüche ins Vereinsheim gewesen, die nicht aufgeklärt wurden. Sehr erfreulich sei jedoch sein Bemühen, den FC-Hauptvorstand zu verjüngen, verlaufen: Zusammen mit Sepp Hunger habe er Franz Kohl als neuen Hauptkassier gewinnen können. „Der Schneider Franz wird ihm nun das Szepter übergeben. Der Franz wird uns fehlen, er hat seine Aufgaben immer topp erledigt“, würdigte er die vielen Verdienste des scheidenden Kassiers und vormaligen FC-Vorsitzenden Franz Schneider.
Zum Schluss dankte Dr. Moser den Mitgliedern im Verein und den Abteilungsführungen, dass sie den Verein so lebendig halten. Dank galt auch dem Pächterpaar der Vereinsheimgaststätte, Andrea und Jürgen Stockerl, das „s’Häusl“ zu einer guten Adresse gemacht habe mit seiner guten Küche und Bewirtung und seinem freundlichen Wesen.
„Der Jugendzirkel hat sich im letzten Jahr eine Auszeit genommen“, erklärte Hauptjugendleiter und Vizechef des FC Alexander Kregiel. Denn es sei so viel anderes los gewesen, dass kein eigenes Programm entwickelt werden konnte. „Aber heuer wird es ein neues Team und ein neues Programm geben“, versprach er. Doch stehe es insgesamt gut mit der Jugend im FC: Überall stellten sich Jugendliche für Aufgaben und Ämter zur Verfügung, sei es als Trainer bei den Fußballern, als Ski- oder Inlinelehrer der Skiabteilung oder als Übungsleiter-Assistentinnen in Turnstunden der Kinder. „Ständig ist für die Jugend etwas geboten und wird sie mit einbezogen. Nur so kann man die Jugend an den Verein binden und sie an die Übernahme von Aufgaben heranführen.“ So habe etwa das FC-Mitglied Johannes Hastreiter das Amt des Schriftführers im Skiverband Bayerwald übernommen.
Recht unterschiedlich fielen die Berichte aus den Abteilungen aus, da ging es von den recht aktiven Abteilungen Eisstock, Fußball, Ski oder Turnen über die kleine, schwer um Nachwuchs kämpfende Tischtennisabteilung bis zur Tennisabteilung, die quasi im Wachkoma dahin vegetiert (siehe eigener Bericht).
„Wir haben gesehen, dass im FC Chammünster gut gearbeitet wird und auch in den kleinen Abteilungen Erfolge da sind“, zeigte sich Vorsitzender Dr. Moser zufrieden. Zufrieden konnten die Mitglieder auch mit dem letzten Bericht des Hauptkassiers Franz Schneider sein, der im vergangenen Vereinsjahr ein kleines Plus in der Kasse vermelden konnte und auch, dass die letzte Rate für die Trainingsplatzsanierung bezahlt worden ist. Horst Brandl und Traudl Hunger hatten die Kasse geprüft und attestierten Franz Schneider eine ordentliche und saubere Kassenführung.
Zu den ganzen Berichten, auch zum Vereinsheim (siehe weiteren Bericht) wollte niemand was sagen und so wurde mit FC-Ehrenvorsitzendem Hans Bayer, Stadtrat Michael Daiminger und Christoph Wölfl ein Wahlausschuss gebildet, der bisherige FC-Vorstand sowie die Vereinsheimkassenwartin entlastet und zur Neuwahl des Vorstands des FC Chammünster geschritten. 68 Wahlberechtigte hatten sich in die Anwesenheitsliste eingetragen und bestätigten nun weitgehend den Vorstand in seinen Ämtern. FC-Vorsitzender bleibt für die nächsten beiden Jahre Dr. Hans-Jürgen Moser, sein Stellvertreter Alexander Kregiel; neuer Hauptkassier wurde Franz Kohl, Hauptschriftführerin bleibt Angelika Schübl, Pressewart Holder Hierl; beratende Mitglieder im Hauptausschuss sind Christoph Wölfl (Finanzen), Willi Babl (Steuern, auch hinsichtlich des Jubiläumsfestes 2011) und Christian Schwarzfischer (Mitgliederverwaltung und Homepage); FC-Mitglieder im Vereinsheimausschuss sind Elfriede Wanninger und Heribert Roiger (neu); Kassenprüfer sind nun Franz Schneider und Dieter Barufke.
In ihrem Grußwort würdigte Bürgermeisterin Karin Bucher den bisher ruhigen Verlauf der Versammlung und dankte Franz Schneider für sein Lob für die Stadt, der in seinem Bericht gesagt hatte, dass die Spendenbereitschaft der Stadt an ihre Sportvereine einsame Spitze sei. Außerdem habe es seitens des FC keinerlei Forderungen an die Stadt gegeben, vieles sei in Eigenleistung geschaffen worden und nicht gleich nach der Stadt gerufen worden.
„Alle Jahre wieder kommt der Lindner Arnold“, so der BLSV-Bezirksvorsitzende, doch vertrete er diesmal den BLSV-Kreisvorsitzenden Anton Högele, der anderweitig gebunden war. Er gratulierte den Abteilungen zu den sportlichen Erfolgen, dankte vor allem aber Franz Schneider, der dem Verein viele Jahre gedient habe, besonders auch in schwierigen Zeiten, als sich kein Vorsitzender finden wollte. Er freue sich darüber, so Lindner, „wie in diesem Verein die Generationen zusammenarbeiten“. Es freue ihn auch, dass Alexander Kregiel für den BLSV als Vertreter der Kreisstadt aktiv werde. Doch mahnte er auch: „Denkt auch an unsere Generation, die Leute im reiferen Alter, mit eurem Angebot.“
Nachdem der FC Chammünster im kommenden Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiern kann, stellte Festleiter Erich Babl kurz die bisherigen Planungen und Aktivitäten vor. Der Termin fürs Vier-Tage-Fest soll vom 15. bis 18. Juli 2011 sein, ein 1400-Mann-Zelt sollen die Gäste möglichst permanent füllen, es wird oberhalb der Bräuhalle errichtet, also an der Bierquelle. Doch werde auch strikt auf den Jugendschutz geachtet werden. Die Musikkapellen sind verpflichtet, Festbrauerei und –küche stehen fest, sportliche Veranstaltungen möglichst aller FC-Abteilungen sollen eine Sportwoche füllen, wie etwa die Deutsche Meisterschaft im Inline-alpin-Sport. Auch die Ehrenämter konnten bereits vergeben werden: Schirmherr wird Georg Braun jun., Ehrenschirmherr Michael Daiminger.
„Der FC ist Teil meines Lebens“, erklärte Georg Braun seine Bereitschaft, das Ehrenamt zu übernehmen, hier habe er seine sportlichen Erfolge wie auch Niederlagen erlebt, habe viele Freunde gewonnen und bei den Fußballern über 500 Spiele absolviert. Auch Leiter des FC-Jugendzirkels war Braun jahrelang. „Mit so einem Schirmherrn voraus kann mir gar nix fehlen“, war sich Ehrenschirmherr Michael Daiminger sicher und dankte für die Ehre des Amtes.
„Da sieht ma, was in Chammünster für ein Potential ist“, meinte Dr. Moser und schritt dann zur Ehrung langjähriger sowie verdienter Mitglieder. Für 25 Jahre Mitgliedschaft im FC Chammünster wurden mit der silbernen Treuenadel des FC ausgezeichnet: Katrin Wagner (Schießl), Stephan Barufke, Ottmar Busch, Stefan Hastreiter, Josef Oswald, Konrad Rädlinger, Martin Probst, Stefan Töpfl und Christian Schnur. 40 Jahre beim FC sind (goldene FC-Treuenadel): Helga Heigl, Resi Plank, Charlotte Magerl, Herbert Baumgartner, Alois Hacker, Max Schierer, Hermann Köglmeier, Josef Hacker, Franz Raab, Georg Braun sen. Für mehrjährige Funktionsausübung im Verein wurden ausgezeichnet mit der FC-Verdienstnadel in Bronze für mindestens fünf Jahre: Veronika Haberl (5 Jahre 1. Abteilungsleiterin Turnen), Martina Kregiel (3 Jahre 2. Jugendsprecher Jugendzirkel, 2 Jahre Vertretung Tischtennis im Jugendzirkel), Konrad Rädlinger (5 Jahre Beisitzer Abteilung Eisstock), Johannes Hastreiter (4 Jahre 1. Schriftführer Abteilung Ski&Inline, 2 Jahre Vertreter Tennis im Jugendzirkel), Sebastian Stockerl (5 Jahre Vertretung Fußball im Jugendzirkel), Christian Schwarzfischer (4 Jahre Mitgliederverwaltung im Hauptverein, 5 Jahre Vertretung TT u. Eisstock im Jugendzirkel), Thomas Dietz (5 Jahre Vertretung Fußball im Jugendzirkel). FC Verdienstnadel – Silber (10 Jahre): Michael Daiminger (10 Jahre Vereinsheimbeauftragter des FCC), Andreas Gruber (11 Jahre Beisitzer Abteilung Ski&Inline). FC Verdienstnadel – Gold (15 Jahre): Heribert Roiger (10 Jahre 1. Abteilungsleiter Fußball, 5 Jahre 1. Schriftführer Abteilung Tennis).
Durch den BLSV wurden für lange Mitgliedschaft im Sportverein mit dem BLSV-Ehrenzeichen in Silber (20 Jahre) ausgezeichnet: Daniela Buschek, Oskar Bauer, Karl-Heinz Brückl, Paul Wölfl, Martin Zistler, Florian Holzer. Für 30 Jahre erhielten das Zeichen in Silber: Christine Schwägerl, Evelin Hacker, Marianne Bornschlegl, Angelika Schübl, Bärbel Bayer, Klaus Hunger, Markus Steinkirchner, Siegfried Zistler, Gerhard Zistler, Manfred Zistler, Günther Lommer, Edgar Schiedermeier, Peter Schamberger, Michael Wanninger, Klaus Brückl, Franz Daschner, Bernd Hofbauer, Thomas Haberl, Ernst Hunger jun.
Die BLSV-Verdienstnadel in Silber mit Gold (20 Jahre Funktionsausübung) bekamen: Thomas Steinkirchner (13 Jahre 1. Jugendsprecher im Jugendzirkel, 10 Jahre 1. Schriftführer Abteilung Fußball), Siegfried Zistler (4 Jahre 1. Abteilungsleiter Ski & Inline, 12 Jahre Sportwart alpin, 3 Jahre Jugendwart in der Skiabteilung, 6 Jahre Beisitzer). Die BLSV-Verdienstnadel in Gold (25 Jahre) erhielt Angelika Schübl (7 Jahre 1. Abteilungsleiterin Turnen, 22 Jahre Schriftführerin im Hauptverein).
Nach so viel Schönem stand noch ein problematischer Punkt auf der Tagesordnung: Satzungsänderungen. Die waren notwendig geworden wegen geänderter Rahmenbedingungen und zur Angleichung der Währunsgbeträge, die nach der Euro-Einführung einfach als Umrechnung der D-Markbeträge in der Satzung standen. So einfach wollten sich einige Mitglieder aber nicht mit der Abstimmung überrumpeln lassen und Max Schießl formulierte den Unmut dahingehend, dass er über nichts abstimmen werde, was er zuvor nicht habe studieren können. Nicht einmal Tischvorlagen zu den geplanten Änderungen habe es gegeben. So sah sich stv. Vorsitzender Alexander Kregiel gemüßigt, doch die ganzen Änderungen vorzutragen und ihre Notwendigkeit bzw. ihren Sinn zu erläutern. Ohne schriftliche Vorlage war es zwar schwierig, den Ausführungen zu folgen, doch stimmte letztlich die Mehrheit der Anwesenden für die neue Satzung, fünf waren dagegen, drei enthielten sich.
Auch neue Mitgliedsbeiträge sollten eingeführt werden, da die bisherigen sich ebenfalls noch an den D-Mark-Beträgen orientiert hatten. Auch eine geringe Erhöhung wurde vorgeschlagen. Die neuen Beiträge sind nun für Erwachsene 39 Euro im Jahr (bisher 36,81), für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren 18 Euro (15,34), Für Kinder bis 12 Jahre 12 Euro (9,20) und für Familien (zwei Erwachsene und Kinder unter 18 Jahre) 78 Euro (73,62). Bei zwei Enthaltungen wurde diese Beitragsanpassung genehmigt.
Zum Schluss dankte Schützenmeister Thomas Platzer Michael Daiminger für seine konstruktive Mitarbeit im Vereinsheimausschuss und drückte seine Hoffnung aus, dass auch weiterhin vernünftig zusammengearbeitet werden könne. Und der FCC-Boss dankte allen für die disziplinierte Versammlungsteilnahme und schloss spät die Jahreshauptversammlung.
 
„s’Häusl“ könnte mehr Gäste vertragen
Bericht der Vereinsheimbeauftragten bei der FCC-Jahresversammlung
Bei der Jahresversammlung des FC Chammünster erstattet auch immer die Vereinsheimausschuss-Beauftragte einen Bericht und erklärt anschließend die Kassenlage des Heims, das der FC zusammen mit dem Schützenverein trägt. Elfriede Wanninger verwies darauf, dass das Vereinsheim mittlerweile 14 Jahre alt sei und man im vergangenen Jahr wieder auf Pächtersuche gehen musste und schließlich in der Familie Stockerl aus Chammünster bestens geeignete Wirtsleute gefunden habe. Sie hätten die Gaststube in ein öffentliches Lokal gewandelt und diesem den Namen „s’Häusl“ gegeben, um das Vereinsheimimage loszuwerden. Aus finanziellen Gründen habe die Sanierung der Terrasse auf heuer verschoben werden müssen, die Duschräume haben die Fußballer in Eigenregie erneuert.
Insgesamt werde die Vereinsheimgaststätte auch von den FC-Mitgliedern noch zu wenig frequentiert, meinte Elfriede Wanninger, doch hätten sich einige Veranstaltungen gut etabliert, wie der Faschingsauftakt der Minstacher Faschingsgesellschaft, das Weinfest oder der Unsinnige Donnerstag, bei dem sich vor allem der Schützenverein hervortue. „Wir sind aber für Neues jederzeit offen“, hoffte die Beauftragte des Vereinsheims auf weitere Initiativen. Leider sei schon wieder ins Heim eingebrochen worden und ein Schaden von mehreren tausend Euro entstanden. „Helft alle mit, unser ‚Häusl“ als attraktive Gaststätte bekannt zu machen. Nur so können wir auch in Zukunft hier herinnen Sport und Geselligkeit ausüben“, appellierte Wanninger zum Abschluss.
Der Kassenbericht fürs Vereinsheim wies ein kleines Minus auf, auch sind noch Restdarlehen beim BLSV abzuzahlen, doch die Kassenführung war voll in Ordnung, bestätigten Traudl Hunger für den FC und Adolf Steinkirchner für die Schützen.
 
Zwischen Deutschen Meistern und „Wachkoma“-Abteilung
Die Abteilungen des FC Chammünster legten unterschiedliche Berichte vor
Sehr different waren die Berichte der Abteilungsleiter bei der Jahresversammlung des FC Chammünster. Den alphabetischen Beginn machte Erwin Mühlbauer von den Eisstockschützen.
 
Eisstock
61 Turniere hätten die FCC-Schützen im letzten Jahr bestritten, davon 16 Pflichtturniere der gemeldeten Mannschaften, von denen zwei einen Aufstieg feiern konnten. Auch eigene Turniere wurden veranstaltet, neben den Vereinsmeisterschaften (auch eine im Zielschießen) wurden das Pokalturnier und die Dorfmeisterschaft ausgerichtet. Auch die Landkreismeisterschaft im Weitschießen hatte die FC-Abteilung in Cham durchgeführt. Alexander Haberl sei dabei Dritter geworden, im Bezirk dann Vierter. Am 29. Mai werde es das Pokalturnier in Chammünster geben, im August wieder die Weitschieß-Kreismeisterschaft und am 28. Oktober ein Bezirkspokalturnier. Trotz guter Bedingungen fehle der Abteilung der Nachwuchs.
 
Fussball
250 Spiele sowie rund 350 Trainingseinheiten hätten die Fußballer des FCC im letzten Jahr absolviert, so der neue Abteilungsleiter Fußball Hans-Jürgen Wanninger. 20 Kinder habe man aktuell in der F-Jugend, freute er sich über die Fußballanfänger. Ab der D-Jugend sei der FC Chammünster mit dem FC Chamerau in einer Spielgemeinschaft, die C-Jugend sei nach der Vorrunde Zweite, ebenfalls die B-Jugend in der Qualifikationsrunde. Wanninger freute sich auch, dass mittlerweile einige junge Fußballer den B-Trainerschein erworben haben. Eine Trainingswoche der Jugendlichen sei der Höhepunkt im vergangenen Jahr gewesen, Wanninger dankte denen, die diese ermöglicht hatten.
Die Seniorenmannschaften stehen momentan auf dem dritten bzw. ersten Platz in der A- bzw. B-Klasse, Ziel der Ersten Mannschaft bleibe der zweite Platz und damit die Aufstiegschance. Bemerkenswert fand es Wanninger und war stolz darauf, dass von den 30 eingesetzten Erwachsenenspielern nur zwei nicht aus der eigenen Jugend hervorgegangen sind, was die herausragende Jugendarbeit der letzten Jahre in der Abteilung zeige. Die AH-Mitglieder zeigten „Einsatzbereitschaft bei Sport und Arbeit“, würdigte der Abteilungsleiter. Auch im Dorf seien die Fußballer recht aktiv, etwa bei den Teilnahmen an den Dorfmeisterschaften oder Vereinsfesten.
Und selber habe man mal wieder eine Fußballdorfmeisterschaft an zwei Tagen durchgeführt, „eine Riesengaudi“, die heuer am 17./18. Juni wiederholt wird. Auch die Umkleide und die Duschen im Vereinsheim hätten die Fußballer in Eigenregie instand gesetzt und das Umfeld des Sportplatzes in vielen Arbeitsstunden in Ordnung gehalten.
 
Tennis
Die Tennisabteilung im FCC befindet sich derzeit in einem „Wachkoma-Zustand“: der Leib, also die Anlagen, sind wunderbar erhalten, doch der Geist, sprich die Abteilungsführung, existiert nicht, sie wird vom FC-Vorsitzenden Dr. Moser kommissarisch wahrgenommen. Immerhin schafft er es jedes Jahr, die Plätze an der Saliterstraße aus- und einzuwintern und Mitglieder der Abteilung sorgen auch für ein sauberes Umfeld. Doch wird eben nicht mehr vereinsmäßig Tennis gespielt, nur einige Ex-Aktive nutzen die schönen Anlagen noch. Dr. Moser hofft weiter, das sich ein Abteilungsleiter findet, der den Tennissport im FC wieder aktiviert. Mitglieder, die mitmachen würden, sind vorhanden, nur den Vorsitz will keiner übernehmen.
 
Turnen
Die Turnabteilung stellte Margret Karl knapp und bündig vor: „Montag Aerobic und Aktivsport, Dienstag Damenturnen, Mittwoch Kleinkinderturnen, Donnerstag Pilates, Freitag Kinderturnen und Jazzdance, Samstag Pause, Sonntag Familienfitness. Wir sind wohl der einzige Verein im Landkreis, der ein Turnangebot für die ganze Familie anbietet.“ Sportlich wie finanziell sei die Abteilung in Ordnung, fand die stv. Abteilungsleiterin „und gestern auf d’Nacht hama bewiesen, dass ma auch gesellschaftlich auf der Höhe san“ („Tag des Bieres“). So sei das Bier um 1 Uhr ausgegangen gewesen, und das in der Festhalle der Brauerei. Karl dankte noch der Stadt für die kostenlose Überlassung der Schulturnhalle.
 
Tischtennis
Die kleinste FCC-Abteilung mit 23 Spielberechtigten, davon sieben Jugendlichen, leitete bisher Dr. Georg Turba. Doch habe man drei Mannschaften im Spielbetrieb gehabt, eine Herren-, eine Damen- und eine Jungenmannschaft. Die Jugend sei 6. von neun Mannschaften in der 2. Kreisliga, die Herren seien in die 2. Kreisliga aufgestiegen, doch seien sie nun Vorletzte, die Damen seien in der 3. Bezirksliga Letzte und müssten absteigen. Die Herren seien im Kreispokal sogar bis ins Finale gekommen, hätten dort aber keine Chance gehabt.
Nach wie vor gebe es das Kindertischtennis am Freitag, doch gehe dem Verein die Jugend zwischen 12 und 17 Jahren ab. Am Vortag habe es einen „Regierungswechsel“ gegeben, nun leite Reinhard Rädlinger die Abteilung.
 
Ski/Inline
Der Höhepunkt der Skiabteilung sei die Feier des 40-jährigen Bestehens gewesen, fand Abteilungsleiter Sigi Zistler. Doch gab es auch wieder eine Menge sportliche Erfolge, besonders im Inline alpin: 5 Deutsche Meister, 4 Deutsche Vizemeister, 12 Bayerische Meister, vier FCCler in der Deutschen Mannschaft, zwei Top-Ten-Platzierungen im Gesamteuropacup usw. Doch auch im Winter waren die FCC-Skifahrer sehr aktiv: So waren bei den Skikursen über 100 Teilnehmer, ein Nachwuchsrennteam wurde von Paul Brückl zu schönen Erfolgen geführt, zwei FCC-Rennläufer seien im Rennteam des Skiverbands Bayerwald, der FC habe die teilnehmerstärksten Rennen im Bayerwald veranstaltet. Die Dance-on-snow-Party zur Siegerehrung des Pokalrennens am Dorfplatz in Chammünster sei ein Erfolg gewesen, auch zwei Gaudirennen vom Lamberg runter waren heuer möglich.
Weiter seien wieder Mitglieder zu Skilehrern ausgebildet worden und auch die Inline-Kurse laufen in der zweiten Woche nach Pfingsten wieder an. FCC-Inliner nehmen erneut an den Deutschen Meisterschaften in Bad Kötzting sowie an der WM in Unterensingen im September teil. Zum FC-Jubiläum 2011 habe man die Austragung der Deutschen Meisterschaft in Chammünster beantragt. Dank sagte Zistler noch den vielen Helfern in der Abteilung, dem Hauptausschuss für die Unterstützung sowie dem scheidenden FC-Hauptkassier Franz Schneider, der viel Arbeit mit der Abteilung gehabt habe.

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