„Zu meiner Person: Wenn ich wiedergewählt werden sollte, dann mach ich’s noch eine Periode, aber dann gebe ich das Amt ab“,
erklärte der Vorsitzende des FC Chammünster, Dr. Hans Jürgen Moser, am Samstagabend bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im „s’Häusl“
in Chammünster vor rund 80 Mitgliedern und Gästen. Er wurde wiedergewählt wie auch fast der ganze andere Hauptvorstand des FCC, dabei konnte mit Franz Kohl ein
neuer Kassier gewonnen werden. Auch die Berichte aus den Abteilungen zeigten, dass im FC Chammünster derzeit das meiste reibungslos und erfolgreich läuft.
Nach der Gedenkmesse für die verstorbenen FCC-Mitglieder im Marienmünster traf sich eine verhältnismäßig große Anzahl FCCler im „s’Häusl“ zur
Jahresversammlung, wo sie FCC-Vorsitzender Dr. Hans Jürgen Moser begrüßte, wobei er besonders Pfarrer Markus Nees, Bürgermeisterin Karin Bucher,
Ex-MdL Franz Gruber, Stadtrat Michael Daiminger, Ex-MdEP Edgar Schiedermeier sowie den BLSV-Bezirksvorsitzenden Arnold Lindner erwähnte. „Wieder ist eine
Periode unter meiner Führung vergangen“, begann Dr. Moser seinen knappen Rückblick, „der FC steht gut da, viele arbeiten mit und helfen, dass es weiter
geht im Verein. Besonders möchte ich dem Alexander (Kregiel) danken für sein Engagement, er hat mir viel Arbeit abgenommen. Insgesamt bin ich mit unserm FC sehr
zufrieden“, zog der Vorsitzende ein positives Resümee.
Alle anstehenden Probleme, wie die Suche nach neuen Vereinsheimpächtern, nach einem neuen Kassier oder einem Schirmherrn fürs FC-Jubiläum 2011, seien friedlich
und erfolgreich gelöst worden. Negativ seien nur die Einbrüche ins Vereinsheim gewesen, die nicht aufgeklärt wurden. Sehr erfreulich sei jedoch sein Bemühen, den
FC-Hauptvorstand zu verjüngen, verlaufen: Zusammen mit Sepp Hunger habe er Franz Kohl als neuen Hauptkassier gewinnen können. „Der Schneider Franz wird ihm
nun das Szepter übergeben. Der Franz wird uns fehlen, er hat seine Aufgaben immer topp erledigt“, würdigte er die vielen Verdienste des scheidenden Kassiers
und vormaligen FC-Vorsitzenden Franz Schneider.
Zum Schluss dankte Dr. Moser den Mitgliedern im Verein und den Abteilungsführungen, dass sie den Verein so lebendig halten. Dank galt auch dem Pächterpaar der
Vereinsheimgaststätte, Andrea und Jürgen Stockerl, das „s’Häusl“ zu einer guten Adresse gemacht habe mit seiner guten Küche und Bewirtung und
seinem freundlichen Wesen.
„Der Jugendzirkel hat sich im letzten Jahr eine Auszeit genommen“, erklärte Hauptjugendleiter und Vizechef des FC Alexander Kregiel. Denn es sei so
viel anderes los gewesen, dass kein eigenes Programm entwickelt werden konnte. „Aber heuer wird es ein neues Team und ein neues Programm geben“,
versprach er. Doch stehe es insgesamt gut mit der Jugend im FC: Überall stellten sich Jugendliche für Aufgaben und Ämter zur Verfügung, sei es als Trainer bei
den Fußballern, als Ski- oder Inlinelehrer der Skiabteilung oder als Übungsleiter-Assistentinnen in Turnstunden der Kinder. „Ständig ist für die Jugend
etwas geboten und wird sie mit einbezogen. Nur so kann man die Jugend an den Verein binden und sie an die Übernahme von Aufgaben heranführen.“ So habe etwa
das FC-Mitglied Johannes Hastreiter das Amt des Schriftführers im Skiverband Bayerwald übernommen.
Recht unterschiedlich fielen die Berichte aus den Abteilungen aus, da ging es von den recht aktiven Abteilungen Eisstock, Fußball, Ski oder Turnen über die kleine,
schwer um Nachwuchs kämpfende Tischtennisabteilung bis zur Tennisabteilung, die quasi im Wachkoma dahin vegetiert (siehe eigener Bericht).
„Wir haben gesehen, dass im FC Chammünster gut gearbeitet wird und auch in den kleinen Abteilungen Erfolge da sind“, zeigte sich Vorsitzender Dr. Moser
zufrieden. Zufrieden konnten die Mitglieder auch mit dem letzten Bericht des Hauptkassiers Franz Schneider sein, der im vergangenen Vereinsjahr ein kleines Plus in
der Kasse vermelden konnte und auch, dass die letzte Rate für die Trainingsplatzsanierung bezahlt worden ist. Horst Brandl und Traudl Hunger hatten die Kasse
geprüft und attestierten Franz Schneider eine ordentliche und saubere Kassenführung.
Zu den ganzen Berichten, auch zum Vereinsheim (siehe weiteren Bericht) wollte niemand was sagen und so wurde mit FC-Ehrenvorsitzendem Hans Bayer, Stadtrat
Michael Daiminger und Christoph Wölfl ein Wahlausschuss gebildet, der bisherige FC-Vorstand sowie die Vereinsheimkassenwartin entlastet und zur Neuwahl des
Vorstands des FC Chammünster geschritten. 68 Wahlberechtigte hatten sich in die Anwesenheitsliste eingetragen und bestätigten nun weitgehend den Vorstand in
seinen Ämtern. FC-Vorsitzender bleibt für die nächsten beiden Jahre Dr. Hans-Jürgen Moser, sein Stellvertreter Alexander Kregiel; neuer Hauptkassier wurde Franz
Kohl, Hauptschriftführerin bleibt Angelika Schübl, Pressewart Holder Hierl; beratende Mitglieder im Hauptausschuss sind Christoph Wölfl (Finanzen), Willi Babl
(Steuern, auch hinsichtlich des Jubiläumsfestes 2011) und Christian Schwarzfischer (Mitgliederverwaltung und Homepage); FC-Mitglieder im Vereinsheimausschuss
sind Elfriede Wanninger und Heribert Roiger (neu); Kassenprüfer sind nun Franz Schneider und Dieter Barufke.
In ihrem Grußwort würdigte Bürgermeisterin Karin Bucher den bisher ruhigen Verlauf der Versammlung und dankte Franz Schneider für sein Lob für die Stadt, der in
seinem Bericht gesagt hatte, dass die Spendenbereitschaft der Stadt an ihre Sportvereine einsame Spitze sei. Außerdem habe es seitens des FC keinerlei Forderungen
an die Stadt gegeben, vieles sei in Eigenleistung geschaffen worden und nicht gleich nach der Stadt gerufen worden.
„Alle Jahre wieder kommt der Lindner Arnold“, so der BLSV-Bezirksvorsitzende, doch vertrete er diesmal den BLSV-Kreisvorsitzenden Anton Högele, der
anderweitig gebunden war. Er gratulierte den Abteilungen zu den sportlichen Erfolgen, dankte vor allem aber Franz Schneider, der dem Verein viele Jahre gedient
habe, besonders auch in schwierigen Zeiten, als sich kein Vorsitzender finden wollte. Er freue sich darüber, so Lindner, „wie in diesem Verein die
Generationen zusammenarbeiten“. Es freue ihn auch, dass Alexander Kregiel für den BLSV als Vertreter der Kreisstadt aktiv werde. Doch mahnte er
auch: „Denkt auch an unsere Generation, die Leute im reiferen Alter, mit eurem Angebot.“
Nachdem der FC Chammünster im kommenden Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiern kann, stellte Festleiter Erich Babl kurz die bisherigen Planungen und Aktivitäten
vor. Der Termin fürs Vier-Tage-Fest soll vom 15. bis 18. Juli 2011 sein, ein 1400-Mann-Zelt sollen die Gäste möglichst permanent füllen, es wird oberhalb der
Bräuhalle errichtet, also an der Bierquelle. Doch werde auch strikt auf den Jugendschutz geachtet werden. Die Musikkapellen sind verpflichtet, Festbrauerei und
–küche stehen fest, sportliche Veranstaltungen möglichst aller FC-Abteilungen sollen eine Sportwoche füllen, wie etwa die Deutsche Meisterschaft im
Inline-alpin-Sport. Auch die Ehrenämter konnten bereits vergeben werden: Schirmherr wird Georg Braun jun., Ehrenschirmherr Michael Daiminger.
„Der FC ist Teil meines Lebens“, erklärte Georg Braun seine Bereitschaft, das Ehrenamt zu übernehmen, hier habe er seine sportlichen Erfolge wie auch
Niederlagen erlebt, habe viele Freunde gewonnen und bei den Fußballern über 500 Spiele absolviert. Auch Leiter des FC-Jugendzirkels war Braun jahrelang. „Mit
so einem Schirmherrn voraus kann mir gar nix fehlen“, war sich Ehrenschirmherr Michael Daiminger sicher und dankte für die Ehre des Amtes.
„Da sieht ma, was in Chammünster für ein Potential ist“, meinte Dr. Moser und schritt dann zur Ehrung langjähriger sowie verdienter Mitglieder.
Für 25 Jahre Mitgliedschaft im FC Chammünster wurden mit der silbernen Treuenadel des FC ausgezeichnet: Katrin Wagner (Schießl), Stephan Barufke, Ottmar Busch,
Stefan Hastreiter, Josef Oswald, Konrad Rädlinger, Martin Probst, Stefan Töpfl und Christian Schnur. 40 Jahre beim FC sind (goldene FC-Treuenadel): Helga Heigl, Resi
Plank, Charlotte Magerl, Herbert Baumgartner, Alois Hacker, Max Schierer, Hermann Köglmeier, Josef Hacker, Franz Raab, Georg Braun sen.
Für mehrjährige Funktionsausübung im Verein wurden ausgezeichnet mit der FC-Verdienstnadel in Bronze für mindestens fünf Jahre: Veronika Haberl (5 Jahre
1. Abteilungsleiterin Turnen), Martina Kregiel (3 Jahre 2. Jugendsprecher Jugendzirkel, 2 Jahre Vertretung Tischtennis im Jugendzirkel), Konrad Rädlinger (5 Jahre
Beisitzer Abteilung Eisstock), Johannes Hastreiter (4 Jahre 1. Schriftführer Abteilung Ski&Inline, 2 Jahre Vertreter Tennis im Jugendzirkel), Sebastian Stockerl
(5 Jahre Vertretung Fußball im Jugendzirkel), Christian Schwarzfischer (4 Jahre Mitgliederverwaltung im Hauptverein, 5 Jahre Vertretung TT u. Eisstock im
Jugendzirkel), Thomas Dietz (5 Jahre Vertretung Fußball im Jugendzirkel). FC Verdienstnadel – Silber (10 Jahre): Michael Daiminger (10 Jahre
Vereinsheimbeauftragter des FCC), Andreas Gruber (11 Jahre Beisitzer Abteilung Ski&Inline). FC Verdienstnadel – Gold (15 Jahre): Heribert Roiger
(10 Jahre 1. Abteilungsleiter Fußball, 5 Jahre 1. Schriftführer Abteilung Tennis).
Durch den BLSV wurden für lange Mitgliedschaft im Sportverein mit dem BLSV-Ehrenzeichen in Silber (20 Jahre) ausgezeichnet: Daniela Buschek, Oskar Bauer,
Karl-Heinz Brückl, Paul Wölfl, Martin Zistler, Florian Holzer. Für 30 Jahre erhielten das Zeichen in Silber: Christine Schwägerl, Evelin Hacker, Marianne
Bornschlegl, Angelika Schübl, Bärbel Bayer, Klaus Hunger, Markus Steinkirchner, Siegfried Zistler, Gerhard Zistler, Manfred Zistler, Günther Lommer, Edgar
Schiedermeier, Peter Schamberger, Michael Wanninger, Klaus Brückl, Franz Daschner, Bernd Hofbauer, Thomas Haberl, Ernst Hunger jun.
Die BLSV-Verdienstnadel in Silber mit Gold (20 Jahre Funktionsausübung) bekamen: Thomas Steinkirchner (13 Jahre 1. Jugendsprecher im Jugendzirkel, 10 Jahre
1. Schriftführer Abteilung Fußball), Siegfried Zistler (4 Jahre 1. Abteilungsleiter Ski & Inline, 12 Jahre Sportwart alpin, 3 Jahre Jugendwart in der Skiabteilung,
6 Jahre Beisitzer). Die BLSV-Verdienstnadel in Gold (25 Jahre) erhielt Angelika Schübl (7 Jahre 1. Abteilungsleiterin Turnen, 22 Jahre Schriftführerin im
Hauptverein).
Nach so viel Schönem stand noch ein problematischer Punkt auf der Tagesordnung: Satzungsänderungen. Die waren notwendig geworden wegen geänderter
Rahmenbedingungen und zur Angleichung der Währunsgbeträge, die nach der Euro-Einführung einfach als Umrechnung der D-Markbeträge in der Satzung standen.
So einfach wollten sich einige Mitglieder aber nicht mit der Abstimmung überrumpeln lassen und Max Schießl formulierte den Unmut dahingehend, dass er über
nichts abstimmen werde, was er zuvor nicht habe studieren können. Nicht einmal Tischvorlagen zu den geplanten Änderungen habe es gegeben. So sah sich stv.
Vorsitzender Alexander Kregiel gemüßigt, doch die ganzen Änderungen vorzutragen und ihre Notwendigkeit bzw. ihren Sinn zu erläutern. Ohne schriftliche Vorlage
war es zwar schwierig, den Ausführungen zu folgen, doch stimmte letztlich die Mehrheit der Anwesenden für die neue Satzung, fünf waren dagegen, drei
enthielten sich.
Auch neue Mitgliedsbeiträge sollten eingeführt werden, da die bisherigen sich ebenfalls noch an den D-Mark-Beträgen orientiert hatten. Auch eine geringe
Erhöhung wurde vorgeschlagen. Die neuen Beiträge sind nun für Erwachsene 39 Euro im Jahr (bisher 36,81), für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren 18 Euro (15,34),
Für Kinder bis 12 Jahre 12 Euro (9,20) und für Familien (zwei Erwachsene und Kinder unter 18 Jahre) 78 Euro (73,62). Bei zwei Enthaltungen wurde diese
Beitragsanpassung genehmigt.
Zum Schluss dankte Schützenmeister Thomas Platzer Michael Daiminger für seine konstruktive Mitarbeit im Vereinsheimausschuss und drückte seine Hoffnung aus,
dass auch weiterhin vernünftig zusammengearbeitet werden könne. Und der FCC-Boss dankte allen für die disziplinierte Versammlungsteilnahme und schloss spät die
Jahreshauptversammlung. |