Ohne sie wären die FCC-Erfolge nicht da

Ohne sie wären die FCC-Erfolge nicht da
 
FC Chammünster ehrt zu seinem Jubiläum verdiente Mitglieder – Besondere Ehrung für Reinhard Wutz
 
 
 
 
„Es ist eine gute Sache, dass Sie diesen Ehrenabend auf eine Extratermin gelegt haben und nicht ins andere Festprogramm eingebunden haben. Im Festzelt gehen die Ehrungen unter und das wird denen, die den Verein über Jahrzehnte getragen und zur Blüte gebracht haben, nicht gerecht.“ So wie andere Redner nach ihm lobte Landrat Franz Löffler den FC Chammünster für seine Festplanung, als er am Freitag trotz drohender anderer Termine dem FCC die Ehre gab und dessen Entwicklung würdigte. Neben einer Reihe von Gründungsmitgliedern konnten an diesem Abend im Gasthaus Hunger am Ödenturm noch viele Vereinsamtträger oder verdiente Mitglieder geehrt werden. Eine besondere Ehrung erfuhr Reinhard Wutz für seine Aktivitäten für den Verein.
Als eigentlich wichtigsten Termin während der Gründungsjubiläumsfeierlichkeiten bezeichnete Festleiter Erich Babl diesen Ehrenabend, werde dabei doch derer gedacht und ihnen gedankt, die für das Bestehen und die erfolgreiche Fortentwicklung des Vereins unverzichtbar sind, ohne diese Persönlichkeiten gäbe es keinen Vereinssport in Chammünster. Deshalb habe man diesen Abend extra herausgenommen aus den übrigen Feierlichkeiten. Er freue sich, dass so viele der Einladung gefolgt seien, besonders auch über das Kommen der Sport- und Politprominenz, wie BLSV-Präsident Günther Lommer, BLSV-Bezirksvorsitzender Arnold Lindner, dessen Frau Edith, Turngau-Vorsitzende, Alfons Fauth vom Tischtennis-Kreisverband, Max Karl, Bezirksvorsietzender des Bayerischen Fußballverbands, Richard Richter, stv. Vorsitzender vom Skiverband Bayerwald, MdB Karl Holmeier, sozusagen die Verbindung von Sport und Politik im Landkreis, saß noch auf dem Flughafen fest. Neben Landrat Franz Löffler vertrat Bürgermeisterin Karin Bucher die Politik und auch die Stadt als Eignerin der FC-Sportstätten. Erich Babl begrüßte besonders Reinhard Wutz, langjähriger Abteilungsleiter Ski, sowie namentlich die Gründungsmitglieder, von denen noch dreißig eingeladen werden konnten, und weiter den Festausschuss sowie Florian Gruber (Gesang) und Hermann Seitz (E-Klavier), die dem Ehrenabend mit wunderbar dargebrachten Liedern einen besonders festlichen und für einen Sportverein sicher außergewöhnlichen Rahmen verliehen.
„Der FC Chammünster wird 50. Wir haben herrliche Sportanlagen, ein gepflegtes Vereinsheim, wir sind der zweitgrößte Sportverein der Stadt Cham. Wir können stolz auf das Geleistete sein, aber wir müssen in unserem Rahmen bleiben“, stellte FCC-Vorsitzender Dr. Hans-Jürgen Moser seinen Verein vor, der einerseits viel erreicht habe, andererseits als Dorfverein aber eben auch seine Grenzen habe. Andererseits habe der FC Chammünster mit den Inline-Slalom-Fahrern Sportler in seinen Reihen, die mit ihren Erfolgen den Vereinsnamen in die ganze Welt tragen. Das Hauptaugenmerk liege aber auf dem Breitensport mit Angeboten für Sportbegeisterte vom Kleinkindalter bis zu den reiferen Jahrgängen. In sechs Abteilungen – Fußball, Ski & Inline, Turnen, Tischtennis, Tennis und Eisstock – werde Sport mit anderen betrieben, zum Teil in Ligen und Wettbewerben, zum Teil nur für die eigene Gesundheit. Dafür dankte der Vorsitzende allen, die diese sportliche Betätigung im Verein ermöglichen, aber auch denen, die durch ihre Teilnahme die Organisation erst sinnvoll machen.
Einen „jugendlichen Jubelverein“ sah Landrat Franz Löffler vor sich. Momentan sei der Sport überall zugegen: Damen-Fußball-WM, Olympiabewerbung Münchens, an diesem Vormittag „Arber-Tag“, wo über die Zukunft der Leistungszentren dort gesprochen wurde. „Solche sportlichen Großereignisse könnten aber nicht stattfinden, wenn es nicht die Vereine gäbe.“ Der FC Chammünster sei so ein Verein, vor 50 Jahren in wirtschaftlich nicht so rosigen Zeiten gegründet.
„Warum feiert man einen Vereinsgeburtstag, was ist die Leistung eines Sportvereins?“, fragte der Landrat. Die sei einmal die Aktivierung von Sportlern, zum andern sei ein Sportverein das Rückgrat einer Gemeinde, „da fühlen sich die Menschen angesprochen, da fühlen sie sich zu Hause, sie werden vom Sportverein und seinen Angeboten angesprochen, finden hier Kontakte zu den andern, werden in die Gemeinschaft integriert“. Ohne die Akteure in einem Verein wäre dessen Bestand nicht möglich. Das fange bei der Pflege der Sportstätten an, die von den Mitgliedern meist ehrenamtlich geleistet werde. Außerdem leiste der Sportverein wie auch andere Vereine Erziehungsarbeit. Die sozialen Problemfälle im Landkreis gehörten fast nie einem Verein an. Deshalb wünsche er dem Verein, dass der weiter die Menschen für den Sport begeistern könne, dass damit auch der Chamer Ortsteil lebendig bleibe. Dafür werde noch eine Aufmerksamkeit in Form einer Geldspende für die Jugendarbeit des Vereins überwiesen.
FC-Vorsitzender Dr. Hans-Jürgen Moser dankte dem Landrat für sein Kommen und die Worte und überreichte ihm die Jubiläumserinnerungsgabe, von ihm persönlich gestaltet, und eine Schrift über die Grabungen am Lamberg, die der Landkreis bestmöglich unterstützt hatte.
„Des is immer komisch, wenn ich als Ehrengast oder Bürgermeisterin begrüßt werde“, bekannte Bürgermeisterin Karin Bucher, denn sie sei ja lange mit dem Verein verbunden und sei mit den meisten Mitglieder per Du. Sie habe das 40-jährige Jubiläum des FC miterlebt und das Jubelfest sei schon eine Supersache gewesen, da werde das zum 50-jährigen Bestehen sicher noch größer, gekrönt von der Deutschen Meisterschaft im Inline-alpin-Slalom und nächstes Jahr von der Weltmeisterschaft. Doch wichtiger als solche Erfolge und Großveranstaltungen sei, dass die Mitglieder Freude beim gemeinsamen Sport finden. Denn wenn diese Gemeinschaft nicht so gegeben ist, dann könne man sich auch über die Erfolge nicht so freuen. Und den Schirmherren machte sie Mut, gerade hinsichtlich des verregneten Festes in Kothmaißling, dass sie vor allem für die Stimmung beim Fest zuständig seien, und die sei bei dem angesprochenen Fest trotz des schlechten Wetters bestens gewesen.
„An der böhmisch’n Grenz‘ hat’s an Fuhrmann vowaht“, sang darauf Florian Gruber und anschließend noch das „Jennerwein-Lied“, bevor Erich Babl alle zum „sauguadn“ Buffet einlud.
„Vereine wie der FC machen den Bayerischen Landessportverband (BLSV) mit seinen viereinhalb Millionen Mitgliedern aus, gerade die Mittelvereine mit 500 bis 1000 Mitgliedern“, fand BLSV-Präsident Günther Lommer. Er verfolge auch als Mitglied die Entwicklung des Vereins FC Chammünster seit vielen Jahren. Er sei immer gut geführt worden, sei nicht beim Fußball allein stehen geblieben, sondern habe immer wieder Trendsportarten aufgegriffen und integriert und damit zum Teil Riesenerfolge erreicht. Und was der FC zu seinem Jubiläum mit dem Ehrenabend biete, habe Stil und Format, im Ambiente ebenso wie mit dem Programm. Und wenn der stellvertretende Vorsitzende Alexander Kregiel den Abend teilweise moderiere, dann könne er sehen, so Lommer, dass im FC auch für die Zukunft vorgesorgt sei. Er wolle noch Dr. Moser danken, das er den Vorsitz im FC in schwierigen Zeiten übernommen hat und den Verein wieder in ruhiges Fahrwasser gebracht hat.
Man habe sich im Ehrenausschuss lange überlegt, wie man diesen Abend gestalten solle, erzählte Alexander Kregiel, und man habe beschlossen, einen Rückblick über die 50 Jahre FC Chammünster in Bildern zu zeigen, einmal, um den jüngeren Mitgliedern die harten Anfangszeiten des Vereins vorzuführen, zum andern, um die älteren Mitglieder an die frühen FCC-Jahre zu erinnern. Viel Arbeit hätten sich Max Schießl, Angelika Schübel und Reinhard Rädlinger gemacht, um die Bilderschau zusammenzustellen. Max Schießl erzählte dann jeweils ein wenig zu den Ereignissen, die im Bild festgehalten worden waren. „Man kann nur mit einem Bild beginnen“, meinte er, und das sei das der ersten Fußballmannschaft des FC und damit der Grund der Vereinsgründung. In drei Abschnitten stellte Schießl dann die Höhepunkte des Vereinslebens heraus, wie das Spiel gegen 1860 München zum 10-Jährigen des Vereins, den Bau des neuen Sportplatzes (heute Trainingsplatz) und des Sportheims sowie später der Tennisanlagen an der Saliterstraße (früher Sportplatz von Chammünster) oder des neuen Vereinsheims. Sportliche Höhepunkte waren ebenso vertreten wie gesellige Veranstaltungen, einfach eben Bilder aus dem Vereinsleben in all seinen Facetten.
Die Ehrungen verdienter Mitglieder begann, wie bei so einem Geburtstagsfest des Vereins zu erwarten, mit dem Dank an die Gründungsmitglieder (eigener Bericht über die Mitglieder-Ehrungen). Doch dann wurde einer besonders geehrt, der bis zu seinem Arbeitsunfall einer der Aktivsten im Verein war und besonders als Abteilungsleiter Ski viele Initiativen ergriffen hat. Unter anderem war er maßgeblich verantwortlich, dass der Inline-Sport im FC Chammünster eingeführt wurde und zu außergewöhnlichen Erfolgen geführt werden konnte. Reinhard Wutz ist dieser Mann und er hat eigentlich schon alle Ehrungen des Vereins wie des BLSV erhalten, so wurde ihm mit einem gläsernen Geschenk einfach noch einmal Dank gesagt und damit auch ausgedrückt, dass sich der FC freut, dass Reinhard Wutz weiter am Vereinsleben teilnimmt, wann immer es möglich ist. Stehender Applaus der Anwesenden drückte den Dank der Vereinsmitglieder aus.
Zum Schluss des Abends überreichte Dr. Moser an jedes Festausschussmitglied ein unverhofftes Geschenk in Form seiner Erinnerungsgaben, die eigentlich nur für die Ehrengäste und Gastvereine vorgesehen waren. Doch mit dieser Geste wollte er den Ausschussmitgliedern für ihre zweijährige, intensive Vorbereitungsarbeit danken. Schirmherr Georg Braun jun. sagte, er wisse sehr wohl, wie viel Arbeit hinter so einer Festvorbereitung stecke, deshalb sei der Dank angebracht. Er sei ja fürs Wetter beim fest zuständig und er garantiere, dass es das beste sein werde, das man zu diesem Zeitpunkt bekommen könne. Er wolle allen danken, die seit 50 Jahren Zeit, Geld und Energie in den FC Chammünster investieren und damit der Jugend sportliche Betätigung in der Gemeinschaft ermöglichen. Dank gelte auch den Mitgliedern, die diese Gemeinschaft bilden.
Ehrenschirmherr Michael Daiminger lobte die wunderbare Organisation des Festabends. Man habe wunderschönes deutsches Liedgut gehört, so wie er es noch in der Schule gelernt habe und das den jungen Leuten auch heute wieder beigebracht werden sollte. Diejenigen, die vor 50 Jahren den FC Chammünster gegründet haben, hätten alle entscheidenden Anteil am Leben im Dorf, jeder von ihnen sei eine Persönlichkeit im Ort und deshalb sollten sie alle beim Festzug ganz vorne mitmarschieren, um so als Vorbild für die Jugend zu gelten, dass diese sieht, dass man nur mit solchen Persönlichkeiten Gemeinschaft erhalten kann.
Festleiter Erich Babl meinte, er habe noch selten so einen wunderbaren Festabend miterlebt mit so tollen Gästen. Wenn das Jubiläumsfest auch so schön werde, „dann fahlt’se nix“. Und Alexander Kregiel dankte noch Hauptschriftführerin Angelika Schübl, die den Saal sportlich dekoriert und die Tisch-Programmkarten gestaltet hatte.
 

< zurück