"Rundherum ein Verein zum Wohlfühlen"

Jahresversammlung des FC Chammünster / Ergänzungswahl gescheitert / Ehrungen

CHAMMÜNSTER (chi). "'Da, wo der Erfolg ist, da geht man gerne hin' hat der Bürgermeister vor einer Woche bei einem anderen Verein gesagt. Eigentlich müsste er dann heute hier bei euch sein", würdigte Zweiter Bürgermeister Günther Lommer die sportlichen Erfolge beim FC Chammünster bei dessen Jahreshauptversammlung am Samstag im Gasthaus Hunger am Ödenturm, ohne zu vergessen, den Bürgermeister zu entschuldigen. Aber nicht nur die herausragenden Ergebnisse vor allem in der Skiabteilung würdigte Lommer, vielmehr sei der FC durch sein mannigfaltiges Angebot direkt ein "Verein zum Wohlfühlen". Und doch fand sich nach dem Rücktritt des zweiten Hauptvorstandes Dr. Georg Turba keiner bereit, die Geschicke des Vereins mit zu tragen.
Vor einem Jahr hatte sich FC-Vorsitzender Franz Schneider noch einmal breit schlagen lassen und das Amt für zwei weitere Jahre übernommen, jedoch unter der Bedingung, dass die Arbeiten von mehreren Schultern getragen werden. Nun, die Kassenverwaltung erledigt seitdem ausgezeichnet Irmtraud Hunger und auch die Mitgliederverwaltung wird derzeit von Johannes Turba durchgeführt, doch hat Schneiders Stellvertreter Dr. Georg Turba jetzt zur Halbzeit sein Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt. Deshalb war bei der Jahreshauptversammlung des FC Chammünster am Samstag eine Ergänzungswahl angesetzt, doch fand sich kein Mitglied, das bereit gewesen wäre, das Amt zu übernehmen. So muss sich der Hauptausschuss weiter um eine Lösung bemühen, um sonst entstehende Gerichtskosten zu vermeiden.
Doch vor dieser frustrierenden Situation war der Abend harmonisch verlaufen.
Traditionell hatten sich die FCler vor der Versammlung im Marienmünster getroffen, wo Pfarrer Markus Nees den Gedenkgottesdienst für die verstorbenen FC-Mitglieder hielt. Ein äußerst positives Novum war diesmal die Mitgestaltung des Gottesdienstes durch die FC-Kinder, die in ihren Turnstunden der letzten Wochen unter der Anleitung von Margret Karl mehr die Stimmbänder trainiert hatten als Arme und Beine und nun in gemischten Ensembles sangen und mit Instrumenten spielten und auch ein kleines Spiel vom Zachäus zeigten, bei dem Jesus eingekehrt war, was die anderen Leute gar nicht verstanden, was aber den Zöllner total umkrempelte.
So eine innere Bereitschaft zur Umkehr wäre auch bei den FC-Mitgliedern nötig gewesen, um die Jahreshauptversammlung nicht so ungut enden zu lassen. Dabei zeigten die Berichte, dass der Verein gut geführt ist und in den Abteilungen ausgezeichnete Arbeit geleistet wird. Franz Schneider machte nach der Begrüßung der Mitglieder und der Ehrengäste Edgar Schiedermeier, Günther Lommer, Karl-Heinz Frank, Paul Schrauf und Pfarrer Markus Nees und nach dem Totengedenken den Anfang. Er berichtete zunächst von fünf Hauptausschuss-, einer Ehrenausschuss- und vier Vereinsheimausschuss-Zusammenkünften während des vergangenen Jahres.
An den Dorfmeisterschaften im Schießen und Eisstockschießen hat der FC-Hauptausschuss teilgenommen, der FC am Schützenkirta, bei den Jubiläen des SV Michelsdorf und der DJK Vilzing, wobei sich Schneider besonders über die hohe Teilnehmerzahl in Vilzing freute, weiter an den Festen der Feuerwehren Chammünster und Hof. 19 FCler haben das Sportabzeichen gemacht, wobei der BLSV-Beauftragte Karl-Heinz Frank die Leistungen abnahm, unterstützt von Ludwig Magerl. Höhepunkt im Vereinsjahr sei das AH-Jubiläum gewesen, bei dem unerwartet viel Fußballprominenz erschienen war und "das die Handschrift vom Horst Brandl getragen hat". Ebenfalls außerordentlich war die Feier zum  25-jährigen Bestehen des FC-Jugendzirkels gewesen mit der Präsentation, die seine Notwendigkeit und Berechtigung gezeigt habe. Die Aktivsportgruppe habe erst vor einer Woche ihr Zehnjähriges mit einer netten Feier begangen. Etwas Besonderes sei sicher auch der Kooperationsvertrag mit dem Kindergarten Haderstadl, der nur dadurch, dass die FC-Übungsleiterin Margret Karl dort tätig ist, möglich gewesen sei. Die angeschafften Sportgeräte seien so zu hundert Prozent von DAK und BLSV bezahlt worden.
18 Geburtstaglern wurde gratuliert, darunter Pfarrer Franz Xaver Hebauer und Paul Schrauf.  "Zur Dorfolympiade: Initiiert wurde sie von Radio Charivari, Ansprechpartner war der FC Chammünster. Dann haben wir 2001 unsere eigene gehabt, 2003 war sie wieder auf FC-Gelände. Warum ist das keine FC-Veranstaltung? Ich weiß es nicht!", zeigte sich Franz Schneider unzufrieden mit der jetzigen Situation.
Die Vereinszeitschrift "Sportbote" nannte der Vorsitzende trotz der Kosten eine sinnvolle Angelegenheit, da damit die Information gerade der auswärtigen Mitglieder gewährleistet werde. Der Faschingsball sei heuer wieder sehr gut besucht gewesen und die Fachingsgesellschaft habe einen "mitreißenden Auftritt" hingelegt. Quasi als Gegenleistung für die Auftritte der Fachingsgesellschaft beim FC-Ball stellt der FC immer einen Wagen beim Minstacher Faschingszug, diesmal unter dem Motto "Putzfrauensteuer", wobei etliche Damen der Turnabteilung "den Wagen geschmückt haben - mit ihrer Präsenz". Letztes Ereignis im Vereinsjahr war die Sportlerehrung durch die Stadt, bei der viele aus Chammünster dabei waren, vor allem Inline- und Skifahrer.
Positiv war auch die Mitgliederentwicklung im letzten Jahr, durch einen Überhang von 19 Neu-FClern hat der FC nun 750 Mitglieder. Franz Schneider machte auch auf die FC-Beteiligung beim Bürgerfest in Cham am 26./27. Juni aufmerksam, bat um Unterstützung bei der Arbeit. Die Skiabteilung wird das sportliche Angebot mit einer Inline-Demonstration bieten, die Turnabteilung deckt den "kulturellen" Bereich mit Tänzen ab.
Zum Schluss dankte Schneider der Stadt, der Schule, dem BLSV und der bsj, der Vorstandschaft und den Abteilungsleitern, den Trainern und Übungsleitern, vor allem auch den Sportlern, "dass der Verein nach innen und außen lebt". Aktuell seien die Sportvereine in den Schlagzeilen, bemerkte Franz Schneider zum Schluss, "die scheinen viel Geld zu haben, Geld ohne Verwendungszweck. Beim FC Chammünster haben wir keine Jongliermasse mehr, bei uns ist jeder Euro verplant, ehe er eingenommen ist, wir haben keine großen Sponsoren." Doch bemühe sich der FC in diesem knappen Rahmen, weiter in Chammünster vielfältigen und attraktiven Sport anzubieten und den Verein und den Ort nach außen positiv zu vertreten.
Eine dieser positiven Vertretungen ist der Jugendzirkel im FC, der sich um die Anliegen der Jugend im FC kümmert. Vor einem Jahr wurde eine neue Vorstandschaft gewählt mit Reinhard Rädlinger und Ulrike Wittmann an der Spitze und den beiden Jugendsprechern Andrea Daiminger und Alexander Kregiel. Die erste der traditionellen Aktivitäten ist das Ostereiersuchen im Sportgelände für die Kinder, auch schon zum dritten Mal fand die Freizeit in der Waldmünchner Jugendbildungsstätte statt, diesmal mit 32 Jugendlichen. Bei der Ferienfreizeit gibt es im August eine ganze Woche lang abwechslungsreiche Angebote, Höhepunkt dieses Mal war der Besuch im "Kurfürstenbad" Amberg.
"Viele namhafte Gäste" gab es bei der "Geburtstagsparty" zum 25-jährigen Bestehen des Jugendzirkels, bei der sich die Organisation der Öffentlichkeit präsentierte und im Anschluss einen sportlichen Nachmittag für die Jung-FCler bot. Den Jahresabschluss bildet die Nikolauswanderung auf den Lamberg. Dank sagte Rädlinger dem FC-Vorstand, den Vereinsheim-Wirten sowie dem Orga-Team der Dorfolympiade für den Anteil vom Erlös.
Den Anfang der Berichte aus den Abteilungen machten wie immer die Eisstockschützen. Richard Sauer erledigte dies zum ersten Mal als Abteilungsleiter, brachte die Dorfmeisterschaft, ein Pokalturnier und die Vereinsmeisterschaften zur Sprache, konnte 51 Turnierteilnahmen nachweisen. Auch wurden sportliche Erfolge, etwa bei der Stadtmeisterschaft oder beim Zielschießen in Untertraubenbach erzielt. Rechtzeitig zum diesjährigen Jubiläum 25 Jahre Eisstock im FC Chammünster (Feier am 17. April) schaffte die erste Mannschaft den Aufstieg in die Bezirksliga.
"Wir sind keine Abteilung mit drei oder vier Höhepunkten im Jahr", stellte Fußball-Abteilungsleiter Heribert Roiger fest, "aber wir haben mit unseren acht Mannschaften im Spielbetrieb über 200 Spiele im Jahr. Um das am Leben zu erhalten, braucht es mehr als zwei Hände ehrenamtlich Tätiger!" Den drohenden Abstieg in die A-Klasse der ersten Mannschaft habe man letzte Saison nicht verhindern können und auch da sei es schwierig, sich zu halten: "Selbst in der A-Klasse haben viele Spieler das Euro-Zeichen in den Augen und einige sollen schon 400 Euro bekommen." Da sei das unentgeltliche Engagement von Karl-Heinz Wanninger als Trainer umso höher einzuschätzen.
Bei der Reservemannschaft gebe es immer größere Personalsorgen, aber wenn ein Spieler  von einem anderen Verein nach Chammünster wechseln wolle, müsse der FC 250 Euro zahlen und die könne man sich nicht leisten. "Wir bleiben ein kleiner Dorfverein", so Heribert Roiger, "wir setzen unsere Hoffnung auf die Jugend." Fünf Mannschaften habe man im Spielbetrieb, die Jüngsten seien Meister in der Qualifikationsrunde geworden. Die D-Jugend habe positiv überrascht, die C-Jugend sei der momentane Hoffnungsträger mit ihrem Trainer Klaus Hunger, "dem Minstacher Christoph Daum". Bei der B-Jugend sei man in einer Spielgemeinschaft und leide daher oft unter dem Fehlen der auswärtigen Spieler. Die AH falle nur positiv auf, sowohl was Trainingseifer als auch was Kameradschaft betrifft.
Ganz andere Probleme hat da Reinhard Wutz von der Skiabteilung: Die Skifahrer und Inlineskater haben so viele Erfolge eingefahren, dass die Auswahl für den Kurzbericht schwerfiel. So wurde etwa Sigi Zistler dreimal Deutscher Meister, Markus Weigl zweimal und etliche andere brachten deutsche, bayerische oder Bayerwaldtitel nach Hause. "Früher haben wir alle geträumt, einmal unter hundert Punkten bei den FIS-Punkterennen zu sein. Heute haben wir vier Läufer mit weniger als 100 Punkten, zwei sogar unter 50", war Wutz mit Recht stolz. Oder die Chamer Stadtmeisterschaft im Skifahren, da ging nur aus einem Rennen mit Minstacher Beteiligung kein FC-Mitglied als Sieger hervor. Und natürlich hat die Abteilung auch eine Menge überregionaler Rennen organisiert, sowohl im Ski- wie im Inlinebereich.
Recht aktiv auf gesellschaftlichem Gebiet ist die Tennisabteilung, wie Abteilungsleiter Hans Bayer schilderte, doch auch das Sportliche kommt nicht zu kurz. Drei Mannschaften, je eine Herren-, Damen- und Bambinimannschaft, haben in der Meden-Runde gespielt, daneben gibt es eine Freizeitmannschaft. Besonders um den Nachwuchs hat man sich in den letzten Jahren bemüht und auch einige Kinder an den Tennissport herangeführt.
"Wir sind eine sehr kleine Abteilung", meinte Tischtennisleiter Dr. Georg Turba. 26 Spielberechtigte habe man, davon neun Jugendliche, wobei nur ein einziges Mädchen aktiv ist. Die Jungenmannschaft habe in der letzten Saison einen zweiten Platz erreicht, die Herren "spielen jetzt doch recht wacker mit", während die Damen, die im letzten Jahr ungeschlagen Meister wurden und in die 2. Bezirksliga aufgestiegen sind, nun "ein Wechselbad der Gefühle erleben" und nur auf dem neunten Platz rangieren. Eine Mini-Meisterschaft habe man durchgeführt, bei der Fabian Dendorfer als Sieger hervorging und dies auch auf Kreis- und Bezirksebene wurde und in Bayern auf dem dritten Platz landete.
Eine große Abteilung leitet Birgit Hoffmann mit der Turnabteilung, die in die Bereiche Kinderturnen, Kindersportgruppe "Kraut und Rüben", Aerobic, Gymnastik und Aktivsport unterteilt ist. Nicht viel konnte Irmtraud Hunger als Kassenbestand des FC vorweisen, doch immerhin ist der Verein liquide.
Zusammen mit der Schützengilde Chammünster betreibt der FC das Vereinsheim, über dessen Situation Erich Babl berichtete. Schon vor siebeneinhalb Jahren sei es bezogen worden, mit der Tilgung des Hauptdarlehens sei man im Zeitplan. Aber die Lage sei insgesamt nicht rosig: "Geht's hin, damit wir das Haus halten können", appellierte Babl, denn bei monatlichen Fixkosten von 720 Euro "darf nix kaputtgehen". Und auch Franz Schneider verdeutlichte: "Das Vereinsheim lebt nur von den Gästen, nicht von schönen Worten."
Die Kassenführungen von Hauptverein, den Abteilungen und vom Vereinsheim hatten Wolfgang Alt und Josef Kurbel geprüft und alle als korrekt bezeichnet, so dass die Kassenwarte entlastet werden konnten. Und nachdem zu den Berichten keiner was sagen wollte, konnten Franz Schneider und Dr. Georg Turba Ehrungen vornehmen.
Vom BLSV wurden für 20 Jahre Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet: Stefan Schönberger, Karin Müller, Barbara Magerl-Huber, Anton Kollmer, Michael Jokisch, Franz Hartl, Erna Busch, Markus Brandl, Markus Bierl und Vincent Bauer. Vom FC wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt: Thomas Weindl, Andreas Weindl, Thomas Simeth, Rudolf Schmaderer, Thomas Höpfl, Hannelore Hastreiter. 30 Jahre sind beim FC: Hermann Josef Weiß, Konrad Schießl, Karl-Heinz Post, Josef Niebauer, Werner Kumschier, Hans Karl, Birgit Hoffmann, Herbert Haberl, Uli Gütlhuber, Ingrid Barufke. Die Treuenadel in Gold für 40 Jahre Mitgliedschaft im FC bekamen Hermann Weiß, Anton Schamberger, Karl-Heinz Frank, Hans Fendt sen. und Josef Bruckmaier.
Verdienstnadeln für langjährige Funktionstätigkeit im Verein bekamen Erich Babl, Johannes Wutz, Annemarie Wutz und Michael Jokisch in Bronze, in Silber erhielten sie Reinhard Wutz, Erich Huska, Horst Brandl und Reinhard Töpfl. Unter anderem 18 Jahre unbezahlter Ski-Übungsleiter war Sigi Zistler und bekam dafür die silberne Verdienstnadel des BLSV, die goldene mit Kranz bekam Dieter Barufke für unter anderem 25 Jahre Kassier der Skiabteilung und sechs Jahre Fußballtrainer im Jugendbereich.
"Nicht nur Sport, viel anderes mehr passiert hier im FC Chammünster", bescheinigte 2. Bürgermeister Günther Lommer, "das ist rundherum ein Verein, in dem man sich wohl fühlen kann." Vorsitzender Franz Schneider könne stolz darauf sein, was hier geleistet wurde. Der FC sei das Herzstück des Dorflebens und die Stadt sei dankbar für seine Leistungen, denn "jeder Titel, der von Sportlern des FC errungen wurde, ist auch Renommee für die Stadt Cham". Bei der Entwicklung im Fußballbereich "tut mir das Herz weh", so Lommer, doch lobte er ausdrücklich die gute Führung der Abteilung und die klaren Worte von Abteilungsleiter Heribert Roiger, mit dem er auf die Jugendlichen des FC setzte.
"Die Übungsleitergelder treffen die Vereine am Nerv. Der Staat muss erkennen, dass er hier das Ehrenamt in der Fläche gefährdet", ging Lommer auf die finanziellen Kürzungen des Staates ein. Einen Hoffnungsschimmer gebe es: Wenn sich die Finanzlage im Landkreis wider Erwarten aufhelle, könne es die Jugendförderung dieses Jahr wieder geben. Auch das Bürgerfest sprach Lommer noch an und dankte dem FC, dass er sich daran beteilige und helfe, dass es nicht mehr als ASV-Fest angesehen werde, sondern eben als Bürgerfest aller Chamer. "Dann kann ein Wir-Gefühl auch in Cham entstehen, so wie es in den anderen Städten im Landkreis schon da ist."
Die großen geistlichen Meister seien sich alle einig gewesen, so Pfarrer Markus Nees, Voraussetzung für eine tiefe Begegnung mit Gott seien viel Schlaf und viel Sport. Und Ex-MdEP Edgar Schiedermeier fasste sich noch kürzer und übergab nur einen Scheck, auf dem Franz Schneider einige Nullen ausmachen konnte. Paul Schrauf schließlich wünschte sich und dem FC, dass der Weg des Vereins weiter erfolgreich sein werde.
Nach dem Rücktritt des Zweiten FC-Vorsitzenden Dr. Georg Turba sollte nun ein neuer Stellvertreter von Franz Schneider gewählt werden. Ehrenvorstand Hans Bayer leitete den Wahlausschuss und bat um Vorschläge. Erich Babl hatte mögliche Kandidaten im Vorfeld kontaktiert, aber nur Absagen erhalten und auch Hans Bayer versuchte es am Samstagabend noch telefonisch, aber ebenfalls ohne Erfolg. Auch die im Saal Angesprochenen lehnten eine Kandidatur ab, so dass Bayer seine Bemühungen abbrach und die Vorstandschaft beauftragt wurde, einen Nachfolger Turbas zu finden.
"Ich bin nicht einverstanden damit", erklärte Franz Schneider, "nächstes Jahr platzt die Bombe sowieso, dann können sich die Chammünsterer überlegen, was sie denn eigentlich wollen", spielte er darauf an, dass er selber bei der nächsten Vorstandswahl nicht mehr kandidieren wird. Zum Schluss wünschte er dennoch "wohlwollend für den FC: eine gesunde Weiterentwicklung und dass den Mitgliedern weiter die Möglichkeit gegeben werden kann, abwechslungsreichen Sport zu treiben und beim Sport Kameraden zu finden, die ihnen das Sporttreiben zur Freude machen."

 

Hierl Holder
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