Bericht von der Eisstock-Dorfmeisterschaft 2002 in Chammünster.

Foto1: Zehn Pokale und den großen Wanderpokal überreichten FC-Ehrenvorstand Hans Bayer (li.), Abteilungsleiter Erwin Mühlbauer (3. v. li.) und Schirmherr Dr. Hans-Jürgen Moser (Mitte) an die Erstplatzierten der 19. Eisstock-Dorfmeisterschaft.

Foto2: Mit Können und Raffinesse zum Sieg: der OGV Chammünster.

Foto3: Dr. Moser gab den Startschub zur 19. Eisstock-Dorfmeisterschaft von  Chammünster.

Der Pokal darf weiter wandern

19. Eisstock-Dorfmeisterschaft in Chammünster / OGV gewann vor IHC Lamberg / Neuer Schirmherr

CHAMMÜNSTER (chi). "Schee, dass amal a anderer worn is und dass der Pokal net hengableibt", meinte FC-Ehrenvorstand Hans Bayer bei der Siegerehrung zur 19. Dorfmeisterschaft im Eisstockschießen am Samstag, als er zusammen mit Abteilungsleiter Eisstock im FC Chammünster Erwin Mühlbauer und dem neuen Schirmherrn Dr. Hans-Jürgen Moser den riesigen Wanderpokal und die vier Erinnerungs-Bierkrüge an die Eisstockschützen des Obst- und Gartenbauvereins Chammünster überreichte. 22 Mannschaften aus dem gesamten Pfarrbereich waren es diesmal, die den Titel eines Dorfmeisters anstrebten.
"Der Schirmherr war hervorragend: das Wetter hat den ganz Tag hergehalten", lobte Eisstockabteilungsleiter Erwin Mühlbauer den Beschirmer der 19. Minstacher Dorfmeisterschaft im Eisstockschießen Dr. Hans-Jürgen Moser. Der hatte auch sein ganzes Gewicht in die Waagschale geworfen und all die drohenden Gewitterwolken, die sich besonders am Nachmittag immer wieder im Westen auftürmten, souverän zur Auflösung gezwungen. So konnten die 22 Mannschaften, darunter auch einige neu formierte, aufgeteilt in zwei Elfergruppen, bei meist angenehmen Verhältnissen ihre Jagd nach Punkten und Stockzahl durchführen. Dennoch zog sich der Wettkampf gut dreieinhalb Stunden hin, bis der Minstacher Dorfmeister 2002 im Eisstockschießen feststand.
Um 14 Uhr hatte Erwin Mühlbauer die Mannschaften auf den Sommerstockbahnen beim FCC-Sportgelände willkommen geheißen und besonders FC-Ehrenvorstand Hans Bayer, Dr. Moser als Schirmherrn und die Stadträte Karl-Heinz Hampel und Hermann Früchtl begrüßt. Dann schritt Dr. Moser zur Erfüllung seiner Aufgaben als Schirmherr, die er zum ersten Mal als Stadtrat und bei der Dorfmeisterschaft als Nachfolger von Helmut Wittmann, der dieses Amt jahrelang wahrgenommen hatte, ausführte. "Zu den Aufgaben eines Schirmherrn gehört nicht nur die Begrüßung der Gäste", bemerkte Dr. Moser richtig, "er soll auch den Verein unterstützen - was ich hiermit tue." Und er überreichte ein Kuvert an den Abteilungsleiter und stellte eine "Kraftspritze" zur Siegerehrung im Vereinsheim in Aussicht.
Mit einem gekonnten "Anmaßen" eröffnete er dann den Wettbewerb, der von Erwin Mühlbauer mit Übersicht geleitet wurde und bei dem Schiedsrichter Richard Sauer nicht ernsthaft eingreifen musste. Die 22 Mannschaften, von der "Sandgroum Fera" bis zur FFW Chameregg, waren von "Glücksfee" Irmgard Bayer in zwei Gruppen ausgelost worden und kämpften nun mit ihren Gegnern, der schwülen Hitze und dem daraus entstehenden Durst. "Was da heut getrunken worden is, des is gigantisch", konstatierte am Abend Dr. Moser, "ich hab des beobachtet: drei Schub und dann a kräftiger Schluck. Und des bei 60 Schub während des Turniers!" Trotzdem gab es keine Ausfälle und bei der Siegerehrung im Vereinsheim war immer noch ein bisserl Platz für den Sieges- oder den Trosttrunk und der Schirmherr konnte loben: "Des war heut wieder ein super Fest, wie immer in Chammünster."
Erwin Mühlbauer gab schließlich die Ergebnisse der Dorfmeisterschaft bekannt und überreichte an die ersten fünf Mannschaften der beiden Gruppen je einen Pokal, die letzten beiden Teams bekamen jeweils ein paar "Negerbeidel" als Trostpreis. Hier die Rangfolgen in den beiden Gruppen:
Gruppe A: 1. OGV, 19:1 Punkte; 2. Tennis-Herren, 16:4; 3. FFW Chammünster, 14:6; 4. FFW Hof I, 12:8, Stockzahl 1,240; 5. KAB, 12:8, 0,946; 6. FFW Hof III, 10:10; 7. Fußball AH, 8:12; 8. Kapellenverein Kühberg, 7:13; 9. Tennis-Damen, 5:15; 10. "Sandgroum Fera", 4:16; 11. Fußball I, 3:17.
Gruppe B: 1. IHC Lamberg, 19:1; 2. FFW Hof II, 14:6; 3. FFW Gutmaning, 13:7; 4. "Kombinierer", 12:8; 5. Fußball II, 10:10, 1,578; 6. Schützenverein, 10:10, 1,568; 7. Ski-Herren, 10:10, 0,826; 8. FFW Chameregg, 8:12; 9. FC-Fanclub Stockerl, 6:14, 0,936; 10. Turnabteilung Damen, 6:14, 0,485; 11. Fußball-Damen, 2:18.
In die Endausscheidung kamen also der OGV (mit Bernhard Dietz, Reinhard und Luise Töpfl und Rudi Seebauer) und der "Internationale Handler-Club" IHC Lamberg (Sepp Macht, Hermann Weiß, Werner Kumschier und Werner Plank), welche die Gartler, die das eigentlich vorgesehene Verhältnis von Eisstocklaien und Aktiven (3:1) anscheinend rückwärts gelesen hatten, mit 22:6  für sich entschieden. Aber weil's bei einer Dorfmeisterschaft zwar auch um Ehre, aber vor allem um den geselligen Aspekt geht, gab es für diesen nicht ganz den Regeln entsprechenden Sieg auch nur wenige Neider. Und nächstes Jahr werden dann wir die Dorfmeister!