Ergebnisse Riesenslalom

Inline-alpin-Meisterschaften bei Starkregen

Deutsche, Bayerische und Bayerwaldmeisterschaften Inline alpin in Bad Kötzting – Routinierte Ausrichter

Bad Kötzting (hh). Bange Blicke zum Himmel richteten am Wochenende auch die Ausrichter der Deutschen, Bayerischen und Bayerwaldmeisterschaften Inline alpin 2021 in Bad Kötzting vom FC Chammünster immer wieder zum Himmel, ob sich der drohende Regen so lange zurückhält, bis die Rennen vorbei sind. Denn noch kurz vor dem Start zum Wettbewerb um die Titel im Riesenslalom am Samstagmittag hatte es heftig geregnet und die Strecke war pitschnass, was für die Fahrer schon ein gewisses Risiko bedeutet. Doch letztlich konnten beide Durchgänge unter nahezu gleichen Bedingungen für alle Sportler durchgeführt werden, was ja das Wichtigste war.

Ein bisschen weniger Regen hatte der spätere Sieger Noah Sing auf der Strecke zu bewältigen.

Das Wasser war abgeflossen, als sich die Zeitnahmeschranke für das erste kleine Starterlein öffnete und sich Lya Schwarz vom VfL Nagold die Startrampe hinunter auf die 380 Meter lange Strecke mit ihren 25 Riesentorlauftoren und 30 Metern Höhenunterschied begab. 98 Teilnehmer waren gemeldet, gestartet sind dann 92. Nicht so viele wie gewohnt, aber auch hier hat die Pandemie Spuren hinterlassen, weil eben Hygienebeschränkungen, Trainingsrückstand und die lange Wettkampfpause etliche daran gehindert hatten, den Weg in den Bayerwald anzutreten.

Leider haben sich auch nur einige Vereine des Skiverbands Bayerwald entschlossen, ihre Inlinesportler zu dem Wettbewerb zu schicken. Aber die Topfahrer vor allem aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern waren gekommen und auch die Freunde aus Tschechien, Polen, Litauen und der Schweiz, die vor allem bei den Kindern und Jugendlichen die Altersklassen füllten. Und dass der Sport auch in gesetzterem Alter mit Erfolg und vor allem Freude betrieben wird, zeigte die stark besetzte Klasse der „Masters“ mit elf Startern. So gab es eine breite Altersbandbreite von Jahrgang 2016 bis 1959.

Beim zweiten Durchgang spritzte das Wasser unter den Rollen ganz schön heftig.

Die Startrampe für ein Gruppenfoto nutzte diese Gruppe aus Württemberg.

Und alle zeigten tollen Sport, ein jeder nach seinem Vermögen. Da ging’s gerade den Kleineren ums Durchkommen, das zwar auch die Großen im Sinn hatten, aber da sollten letztlich hundertstel Sekunden über Sieg oder Platzierung entscheiden und manchmal reichte der Kampf um die Sekundenbruchteile gerade noch zur regulären Tordurchfahrt, auch wenn die Zuschauer – vor allem Betreuer und Familien- bzw. Clubmitglieder – dabei schon das Aus des Rennläufers vor Augen hatten.

Im Fahrerlager konnten sich die Aktiven

Nachdem der erste Durchgang im Trockenen durchgeführt werden konnte, begann es im zweiten nach den Kindern zu regnen und zwischendurch richtig zu schütten. Doch da eine Pause wenig Hoffnung auf Besserung gemacht hätte, zogen die Veranstalter auch diesen Lauf durch und die Sportler zeigten, dass sie wasserfest sind und mit ihren Regenrollen an den Skates auch relativ guten Halt auf dem nassen Asphalt der Straße beim Bad Kötztinger Wertstoff hatten. Denn es gab zwar ein paar Wegrutscher, aber auch bei der trockenen Fahrbahn im ersten Durchgang waren einigen die Rollschuhe weg geglitten. Und gerade die Cracks der Klassen Jugendliche oder Aktive zeigten trotz der widrigen Bedingungen einen Klassesport mit spektakulären Torszenen.

Die Sportler aus dem Bayerischen Wald, vor allem vom ASV Arrach und dem FC Chammünster, konnten diesmal nur einen Klassensieg erringen, und zwar durch Lukas Treml vom ASV Arrach (U8 m.), der freilich einziger Starter in dieser Klasse war. Aber zweite Plätze gab es für Maxima Blaschko (SC Dreiburgenland, U8 w.), Lena Koller (Arrach, U10 w.), Johanna Kolbeck (Arrach, Schüler w.), Elisabeth Schödlbauer (FC Chammünster, Jugend w.), Claudia Wittmann (FCC, Aktive w.), dritte Rangstufen erreichten Luisa Vogl (Arrach, U8 w.), Nina Hupf (Arrach, U10 w.), Sigi Zistler (FCC, Masters).

Die jeweils ersten Drei der Altersklassen: U8 w.: 1. Lya Schwarz, VfL Nagold, Gesamtzeit 1:40,36; 2. Maxima Blaschko, SC Dreiburgenland, 2:33,73; 3. Luisa Vogl, ASV Arrach, 2:47,32. U8 m.: 1. Lukas Treml, ASV Arrach, 1:05,67. U10 w.: 1. Veronika Vrabcová, LK Jirkov, 1:34,04; 2. Lena Koller, ASV Arrach, 1:525,59; 3. Nina Hupf, ASV Arrach, 2:48,51. U10 m.: Jaromir Nosek, Ski Team MONO/CZ, 1:51,93. U12 w.: 1. Luna Schwarz, VfL Nagold, 1:28,03; 2. Gabriela Zawisza, Skimka Say Sport/Polen, 1:30,63; 3. Eliska Soukupová, LK Jirkov/CZ, 1:33,71. U12 m.: 1. Karol Kacmarczyk, Skimka Say Sport/PL, 1:33,78; 2. Brajan Goryl, Skimka Say Sport, 1:34,81.

Die Jüngsten der Starter bekamen Pokale, Urkunden und was Süßes.

Die Deutschen Meister im Inline-alpin-Riesentorlauf mit den Platzierten (von links): Claudia Wittmann und Maximilian Schödlbauer (beide FC Chammünster), Manuela Schmohl und Noah Sing (SC Unterensingen bzw. SV Winnenden), Leonie Kröplin und Francis Stimpfle (SC Fürstenfeldbruck bzw. DJK Wertachtal).

Schüler w.: 1. Katrin Kudelaskova, Bruslarna/CZ, 1:18,33; 2. Johanna Kolbeck, ASV Arrach, 1:18,86; 3. Tamina Rump, DJK RG Wertachtal, 1:20,77. Schüler m.: 1. Yannis Vitaliano, Inline Team Swiss Selection/Schweiz, 1:15,48; 2. Georgs Smalcs, GS Sports/Litauen, 1:16,05; 3. Collin Rilling, SC Sundern, 1:23,84. Jugend w.: 1.Martina Zaková, LK Jirkov/CZ, 1:19,50; 2. Elisabeth Schödlbauer, FC Chammünster, 1:20,03; 3. Vanessa Rogl, SC Vöhringen, 1:24,36. Jugend m.: 1. TV Neidlingen, 1:11,42; 2. Flynn Thamer, SGK Rotenburg, 1: 11,72; 3. Dominik Wlcek, TG Tuttlingen, 1:16,13. Aktive w.: 1. Manuela Schmohl, SC Unterensingen, 1:14,01; 2. Claudia Wittmann, FC Chammünster, 1:15,64; 3. Leoni Kröplin, SC Fürstenfeldbruck, 1:16,01. Aktive m.: 1. Noah Sing, SV Winnenden, 1:09,64; 2. Jörg Bertsch, TSV Degmarn, 1:09,65 (nur eine Hunderstelsekunde!), 3. Francis Stimpfle, DJK RG Wertachtal, 1:1034. Masters m.: 1. Patrick Stimpfle, DJK RG Wertachtal, 1:13,11; 2. Tomas Prohazka, LK Jirkov, 1:15,72; 3. Sigi Zistler, FC Chammünster, 1:16,57. Die ganze Ergebnisliste unter fc-chammuenster.de/skiinline.

Deutsche Meister im Inline-alpin Riesentorlauf 2021 sind somit Manuela Schmohl, SC Unterensingen, bei den Damen und Noah Sing, SV Winnenden, bei den Herren; beide aus Baden-Württemberg. Die Siegerehrung, bei der es wieder wie aus Kübeln schüttete, nahmen Sigi Zistler und Peter Schödlbauer im Namen von BRIV und DRIV (Bayerischer und Deutscher Rollschuh- und Inlineverband) und deren Vorsitzender der Inline-alpin-Sparte, Birgid Bär, die an beiden Tagen vor Ort war, vor und dankten allen Teilnehmern, dass sie diese sportliche Präsenzveranstaltung zu einer gelungenen Wiederauferstehung des Inline-alpin-Sports gemacht hatten.

Sigi Zistler, "Mister Inline", Abteilungsleiter Ski und Inline im FC Chammünster und Hauptorganisator der Wettkämpfe, moderierte die Siegerehrung.

Zistler dankte auch den zahlreichen Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft, die die Kosten solcher Veranstaltungen weitgehend übernommen und auch Sachpreise gespendet hatten, so dass die dem Veranstalter FC Chammünster fehlenden sonstigen Einnahmen aus dem Verpflegungsverkauf weitgehend ausgeglichen wurden. Dank galt auch der Stadt Bad Kötzting und den Anliegern der Strecke, dass sie an diesem Wochenende (am Sonntag fanden die Rennen um die Titel im Slalom statt) die Arnbrucker Straße für diese Titelkämpfe freigegeben hatten und auch sonst großzügig gegenüber den Veranstaltern waren und etwa Gutscheine fürs Aqacur gestiftet hatten.

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