Schödlbauer erkämpft Stockerlplatz
Inline-Sportler des FC Chammünster bei Weltcup in Lettland – Dritter im Slalom

Chammünster (hh). Ins Baltikum war der Weltcuptross am vergangenen Wochenende gefahren, denn in Ikskile in Lettland standen ein Slalom und Riesentorlauf für die Weltcupwertung an. Vom FC Chammünster war diesmal nur Maximilian Schödlbauer dabei, doch war es für ihn durchaus lohnenswert, denn er erkämpfte sich am Sonntag im Slalom seinen ersten Stockerlplatz seit der Weltmeisterschaft 2024.
Am Samstag war das dritte Riesentorlaufrennen im diesjährigen Weltcup angesetzt. Das Wetter war eigentlich ideal, sonnig mit ein paar Wölkchen, aber teils heftige Windböen machten den Athleten doch zu schaffen. Der Kurs war von den lettischen Trainern ziemlich vertrackt gesteckt, doch waren die Starter schon darauf vorbereitet, waren die Tore für das freie Training am Freitag schon ähnlich platziert worden. Maximilian Schödlbauer ging wie immer couragiert in seinen Lauf, erwischte aber die stärksten Windwiderstände des gesamten Tages und wurde regelrecht ausgebremst. Fernab von der Spitze fand er sich nach Lauf eins auf Rang 13 wieder.
Der zweite Durchgang, gesteckt von Heimtrainer Peter Schödlbauer, war da schon wesentlich besser. Mit der siebtschnellsten Zeit schob sich Maximilian noch um einige Plätze nach vorne und schaffte es letztlich auf Rang zehn. Doch für die erfolgsgewöhnte und schon -verwöhnte deutsche Mannschaft war dieser Weltcuptag frustrierend. Sowohl bei den Männern wie bei den Damen mussten die Deutschen diesmal Italien den Vortritt lassen. Ja, die Konkurrenz im Inline-alpin-Sport wird immer breiter und die Spitze rückt näher zusammen. Aber das ist auch gut so, denn Konkurrenz belebt den Sport und spornt zu mehr Anstrengung an.

Am Sonntag ging es um den Sieg im Slalom. Und auch Maximilian Schödlbauer wollte es nun wissen und endlich mal wieder ganz vorne dabei sein. Der erste Lauf war erneut technisch sehr schwierig gesteckt mit gleich drei komplizierten Schlüsselstellen. Maximilian ging volles Risiko und die Fahrt stand oft auf Messers Schneide. Doch er wurde belohnt mit Rang drei bei nur einer Hundertstelsekunde auf Platz zwei. Seine erste realistische Annäherung ans Podium seit zwei Jahren und nach einer Saison 2025 zum Vergessen. Doch es war ja noch ein Durchgang zu überstehen. Den hatte Estland gesteckt, wieder sehr anspruchsvoll mit einer sehr engen Torkombination der Tore sieben bis neun, die vielen Läufern zum Verhängnis wurde. Schödlbauer meisterte die Stelle aber mit Bravour und konnte das ersehnte Stockerl mit Platz drei erobern. Sein bestes Resultat in dieser Saison, das ihm etwas mehr Sicherheit bei den noch ausstehenden Rennen geben sollte.
Sollte es die derzeit herrschende Waldbrandsituation zulassen, dann wandert der Weltcupzirkus weiter nach Spanien, wo in der kommenden Woche in Bejar um Weltcuppunkte gekämpft wird, bevor die Europameisterschaft im bekannten Inline-Hotspot Villablino, ebenfalls in Spanien, stattfinden wird, wo Maximilian Schödlbauer wieder die Farben des FC Chammünster vertreten wird.