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Widrige Bedingungen beim Minstacher Rennwochenende

Zweimal Riesentorlauf, vier Slaloms – Nebel, Nieseln, tiefer Schnee

Sie alle landeten in ihren Altersklassen auf dem Stockerl beim Riesentorlauf.

Arber/Chammünster (hh). Um halb sieben Uhr ist ein Erkundungsteam des FC Chammünster am Sonntag oben am Arber bei der Talstation des Lifts gestanden und hat nachgeschaut, ob die geplanten Slalomrennen des Minstacher Sportvereins am Thurnhofhang im Landesleistungszentrum nach dem Wetterwechsel in der Nacht stattfinden können. Eine knappe Mehrheit der Gruppe fand, dass dies möglich sei, und so durften auch die beiden Wettbewerbe, einmal zum Sparkassen-Kindercup und zum andern um den Ödenturm-Cup des FC Chammünster, gleichzeitig die Vereinsmeisterschaft im Slalom des Vereins, stattfinden. Auch der Oberpfälzer Skiverband hatte sich eingeklinkt und trug auf der Strecke und mit dem Personal des FCC die Oberpfalzmeisterschaft aus.

Seit ein paar Jahren führt der FC Chammünster seine beiden Pokalrennen im Riesentorlauf und im Slalom geballt an einem Wochenende aus. Integriert sind dabei die offene Chamer Landkreismeisterschaft im Riesenslalom sowie die FCC-Vereinsmeisterschaft im Slalom und auch ein Rennen zum Sparkassen-Kindercup ist eingebaut. Jeweils am Samstag geht es am Vormittag los mit den Riesentorlauf-Wettbewerben. Diesmal wurde der Minstacher Riesenslalompokal zum 29. Mal ausgetragen – und wieder gab es andere Gewinner. Im ersten Durchgang hatten die Sportler immer wieder mit relativ dichtem Nebel und auch Wind zu kämpfen, zudem war der Schnee etwas aufgeweicht, doch hielt die Strecke die jeweils über 100 Läufer gut aus, so dass es keine Wettbewerbsverzerrungen gab. Die Helfer des FCC versuchten dazu immer wieder, den lockeren Schnee aus der Spur zu schieben.

Insgesamt gingen 115 Läufer und Läuferinnen beim Rennen um den großen Minstacher Glaspokal an den Start, die zwölf gestürzten oder mit Torfehler disqualifizierten Starter waren daher aufgrund der Verhältnisse nicht einmal hoch. Die Kinder durften einen verkürzten Lauf absolvieren und zeigten zum Teil couragierte Läufe. Bei den Mädchen lag am Ende Jasmina Lipusová von der SpVgg Lam mit einer Laufzeit von 27,32 Sekunden. knapp vorne vor Sophie Münsterer, SC Langfurth, 27,47, und Annie Wensauer, WSV Mitterfirmiansreut, 27,91. Bei den Buben war Vincenz Bauer vom SV Grainet mit einer Zeit von 24,58 der Schnellste vor Christoph Probst, SC Zwiesel, 26,10, und Jiři Steiner, Ski Klub Železná Ruda, 26,42.

Die beiden Pokale gingen an die Erwachsenen. Bei den Damen siegte Rosina Heininger vom SC Langfurth in 34,74 sec. vor Philomena Schmatz, WSV Sankt Englmar, 34,87, und Tereza Haberová, SC Zwiesel, 35,16. Bei der Siegerehrung, die Alexander Kregiel souverän moderierte, überreichte ihnen Abteilungsleiter Ski und Inline im FC Chammünster Sigi Zistler die großen Glas-Wanderpokale. Zistler dankte allen Teilnehmern, dass sie trotz der nicht immer guten Bedingungen durchgehalten hatten, sowie den vielen Helfern, allen voran Kurssetzer Franz Köppl vom Skiverband Bayerwald, Rennleiter Andy Babl sowie den für Zeitnahme und Auswertung zuständigen Dr. Johannes Götz.

Im Anschluss an das Pokalrennen gab es noch einen Riesentorlauf-Wettbewerb um die 8. offene Landkreismeisterschaft Cham. 122 Sportler waren angemeldet, an den Start gingen letztlich 116. Inzwischen hatte sich der dichte Nebel gelichtet, dafür war die Piste etwas weicher geworden. Trotzdem gab es spannende Rennen, wobei seltsamerweise bei einigen Sportlern in den Kurven eine Skibindung aufging, so dass sie ausschieden, bei zweien war es akkurat beim letzten der zwölf Tore. Ärgerlich. Insgesamt sechs Ausfälle sind aber nicht gravierend. Bei den Damen war in dieser Meisterschaft Philomena Schmatz vom WSV Sankt Englmar die Schnellste in 22,29 Sekunden vor Tereza Haberová, SC Zwiesel, nur zwei Hundertstel dahinter, und Eva-Maria Eder, SC Langfurth, auch nur sechs Hundertstel hinter Platz eins. Bei den Herren waren die Abstände komfortabler. Erster wurde Lukas Ranzinger vom SC Langfurth in 21,20 Sekunden vor Julian Blöchinger, SV Mietraching, 21,52, und Tobias Hägele. FC Chammünster, 21,60. Chamer Landkreismeister wurden jedoch Angelina Meierhofer (23,43) und Tobias Hägele (21,60) vom FC Chammünster.

Am Sonntag nieselte es schon seit dem Morgen bei etwas über Null Grad und zwischendurch kamen auch dickere Regentropfen dazu. Kein ideales Rennwetter, aber durchaus akzeptabel, da die Piste gut präpariert war und allen Läufern standhielt. In der Frühe waren die Nachwuchsfahrer am Start, da ging es in einem Riesenslalom-Vielseitigkeitsrennen um Punkte für den Sparkassen-Kinder-Cup. 53 Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren gingen hierbei in verschiedenen Altersklassen an den Start. Und nur zwei schieden aus. Bei den Mädchen war hier Ella Lihanec vom SC Zwiesel in 24,61 Sekunden vorne vor Jana Ziesler, FC Chammünster, 25,42, und Sophie Münsterer, SC Langfurth, 25,71. Bei den Buben wurde Korbinian Graf, SpVgg Lam, 23,46, Erster vor Franz Xaver Würzbauer, WSV Mitterfirmiansreut, 23,50, und Josef Karl, WSV Patersdorf, 23,65.

Gegen Mittag startete dann das Rennen um den Ödenturm-Cup. 87 Sportler gingen dabei in diesem Jahr an den Start. Hier setzte sich nicht zum ersten Mal Tereza Haberová vom SC Zwiesel an die Spitze in 30,45 Sekunden. Platz zwei ging an Ella Lichanec vom SC Zwiesel in 32,01 Sekunden, Dritte wurde Michaela Vomelová, 32,15, SK Sokol Špičák. Bei den Männern war Jan Schejbal vom SV Bayerisch Eisenstein in 27,39 Sekunden der Schnellste, ihm folgten Lukas Ranzinger, 28,07, und Michael Furtmair, 29,29, beide SC Langfurth. Bei der Übergabe der prächtigen Pokale erwähnte Alexander Kregiel den Spender der Trophäen, die Familie Hunger vom Gasthaus „Am Ödenturm“ in Chammünster, jahrzehntelange Förderer der FCC-Skiabteilung und vorzügliche Wirte. Die 25. Slalom-Vereinsmeister des FC Chammünster sind Angelina Meierhofer (33,65) und Daniel Mayer (30,01).

Die Kinder freuten sich noch richtig über ihre guten Slalomergebnisse beim Rennen um den Ödenturmcup.

Schwer zu tragen hatten Jan Schejbal und Tereza Haberová an den Ödenturmcups, die sie von Sigi Zistler überreicht bekamen. Trotz des unwirtlichen Wetters war die Stimmung nicht nur bei den Siegern des Slalomrennens um den Ödenturmcup richtig sonnig.

Da der Regen immer stärker wurde da oben am Berg, suchten nach der Siegerehrung alle schnell das Weite und eilten zu ihren Autos, um nach Hause zu fahren. Übrigens sind alle Rennergebnisse des Minstacher Rennwochenendes nachzulesen auf der Homepage des FC Chammünster, fc-chammuenster.de/skiinline, sortiert nach Klassen, Gruppen oder Kategorien.

Alle Kinder, die beim Sparkassen-Kindercup das Siegerpodest erobern konnten.

Sie gewannen die Minstacher Riesenslalompokale: Lukas Ranzinger vom SC Langfurth und Philomena Schmatz vom WSV Sankt Englmar. FCC-Abteilungsleiter Ski und Inline Sigi Zistler gratulierte zum Gewinn.

Philomena Schmatz vom WSV Sankt Englmar und Lukas Ranzinger vom SC Langfurth waren die Sieger der offenen Chamer Riesentorlauf-Landkreismeisterschaft 2026.

Angelina Meierhofer und Tobias Hägele vom FC Chammünster wurden Chamer Riesenslalom-Landkreismeister 2026, das freut Abteilungsleiter Ski und Inline im FCC, Sigi Zistler.

Alle Treppcheneroberer der 8. offenen Chamer Landkreismeisterschaft im Riesentorlauf.

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