„Weltklassesportlerinnen“ des FC Chammünster geehrt

Medaillen bei World Roller Games 2019 wurden vom Verein honoriert – Lara Kögel und Claudia Wittmann als Aushängeschilder

Eigentlich gab es schon Grund zu strahlen auch für FCC-Vize Dr. Georg Turba (links), schließlich hat nicht jeder Verein zwei WM-Medaillengewinnerinnen in seinen Reihen wie Lara Kögel und Claudia Wittmann; Abteilungsleiter Ski und Inline Sigi Zistler wusste das durchaus zu schätzen.

Chammünster. (hh) Eigentlich sind beide mitten in Studium bzw. mittlerweile schon im Beruf voll eingespannt, trotzdem sind die beiden Inline-alpin-Sportlerinnen Lara Kögel und Claudia Wittmann auch in diesem Sommer international wieder sehr erfolgreich unterwegs gewesen und haben sich bei den World Roller Games, den Weltmeisterschaften des internationalen Rollsportverbands, im Sommer in Barcelona ihre Leistungen und ihren Einsatz mit Medaillen verschönt. Ihr Verein, der FC Chammünster, hat diese sportlichen Erfolge nun auch mit einer Geldspende gewürdigt.

Es war nicht leicht, einen Termin zu finden, an dem sowohl Abteilungsleiter Ski und Inline im FC Chammünster, Sigi Zistler, als auch die beiden Sportlerinnen Zeit hatten. Doch am Dienstagabend gelang dies und die drei trafen sich zusammen mit Dr. Georg Turba, stv. FCC-Vorsitzendem, im Gasthaus Hunger am Ödenturm zu einer kleinen Nachfeier der wieder sehr erfolgreichen Inlinesaison 2019. Sigi Zistler fand, dass es wichtig sei, dass der FC Chammünster seine Sportler, die Weltklasseleistungen erbringen, besonders ehre, und das sei bei Medaillengewinnen bei Welt- oder Europameisterschaften natürlich gegeben.

„Wenn man über viele Jahre international so erfolgreich ist, wie bei uns im FC Chammünster, dann geht das in die Selbstverständlichkeit über“, bemerkte Zistler, „aber das ist es überhaupt nicht.“ Es stecke viel Disziplin und Einsatz, auch finanzieller, hinter den Erfolgen und auch gute Trainer, wie Peter Schödlbauer im Verein, in Bayern wie als Nationaltrainer, seien erforderlich. Leider gebe es in Deutschland für solche Sportarten wie Inline alpin keine Förderung, wohl weil das Land als Sportnation fast alle Sportarten anbietet und so der Nischensport, wie eben Inline alpin oder Inlinesport allgemein, durch das Förderraster falle. Trotzdem sei in diesem Bereich bei uns unheimlich viel erreicht worden, wenn auch weltweit Kolumbien im Inline-Sport führend sei, und Inline alpin sei mittlerweile auch vom IOC als eigene Sportart anerkannt.

Und zwei der absoluten Weltspitze im Inline-alpin-Sport starten für den FC Chammünster: Lara Kögel und Claudia Wittmann. Unter den Top Ten sind außerdem die FCCler Magdalena Gruber, Katharina Hoffmann oder Maximilian Schödlbauer zu finden. Lara Kögel studiert derzeit Jura in Regensburg, ist nebenher als Stewardess der Lufthansa in der Welt unterwegs und bringt dann auch noch die Zeit auf, als Nationalkadermitglied intensiv zu trainieren. Und so zeigte sie bei den World Roller Games wieder eine tolle Leistung und erreichte im Riesenslalom die Bronzemedaille.

Claudia Wittmann hat im Frühjahr ihre Masterarbeit in den Wirtschaftswissenschaften abgeschlossen und hat gleich im Anschluss in München eine Anstellung bekommen. Da ist es mit Trainingszeiten noch schwieriger, trotzdem konnte auch sie den ganzen Sommer über überzeugen und gewann in Barcelona Gold mit der deutschen Mannschaft in der Teamwertung sowie Silber im Parallelslalom wie auch im Einzelslalom. Bei den Europameisterschaften im Herbst im spanischen Villablino sprang ebenfalls Gold im Teamwettbewerb für sie heraus.

„Unsere Sportlerinnen und Sportler waren heuer wieder unheimlich erfolgreich“, freute sich Sigi Zistler und überreichte den beiden Damen je einen Blumenstrauß. Der FCC-Hauptverein würdigte die Leistungen der beiden in der Weltspitze mit einer Geldspritze für die weitere sportliche Laufbahn, auch wenn die im kommenden Jahr ein wenig zurückgefahren wird, wie die beiden sagten. Zum einen gibt es 2020 keine Weltmeisterschaft, zum andern werden wohl beide den Weltcupabschluss in Villablino ausfallen lassen, da der immer sehr aufreibend ist (lange Anfahrt mit Flugzeug und Bus, kurze Nächte, viele Rennen …). Aber in der kommenden Saison soll es zwei neue Weltcup-Orte geben: Berwang in Österreich und Orvieto in Italien. Darauf freuen sie sich dann schon, denn immer nur die bekannten Strecken zu fahren, ist auf Dauer nicht mehr interessant. Und die beiden sind ja schon lange „im Geschäft“, Claudia Wittmann etwa hatte ihren Durchbruch bei der Europameisterschaft 2007 in Cham, als sie Doppel-Europameisterin wurde. Schon bemerkens- und würdigungswert, wenn ein Sportler so lange in der Weltspitze mitmischen kann.

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