„Hemden-Meister-German-open Inline alpin 2016“ endeten mit Slalom – Positives Resümee

Kurzbericht und Ergebnisse Slalom-DM

Bildergalerie und Helmkamerafahrt Slalom-DM

CHAMMÜNSTER (hh/chi). Es waren noch mal heiße Rennen, die die vielen Zuschauer entlang der Slalomstrecke auf der Pfarrer-Mandl-Straße in Chammünster am Sonntagnachmittag im Rahmen der vom FC Chammünster organisierten „Hemden-Meister-German-open Inline alpin 2016“ erleben durften, nicht nur wegen der Sonne, die am Nachmittag vom strahlend blauen Himmel auf Wettkämpfer und Zuschauer herunterlachte.

Vielmehr sorgte die Ausgeglichenheit der Sportler für ganz knappe Zeitabstände selbst nach zwei Durchgängen und auch ein paar zum Glück glimpflich verlaufene Stürze sorgten für Nervenkitzel.

Auf Höhe des Sportplatzes stand die Startrampe, von deren Höhe Werner Babl mit all seiner Routine in Ruhe und konzentriert die einzelnen Läufer auf den Parcours schickte, der gleich hinter der Rampe die ersten Tore parat hatte. Den ersten Lauf, der noch am Vormittag, aber schon bei Sonnenschein, gestartet wurde, hatte Peter Schödlbauer mit 42 Toren gesteckt, die einerseits flüssig zu durchfahren waren, aber auch ein paar kritische Stellen, vor allem im unteren Bereich, aufwiesen. So kamen nicht alle Läufer ohne Sturz oder Torfehler durch, die meisten von ihnen nutzten aber die Chance und stiegen bis zu ihrem Ausstiegspunkt wieder zurück, um den Durchgang regulär zu beenden.

Schon nach dem ersten Durchgang, bei dem ausgezeichneter, mitreißender Sport zu sehen war, waren die beiden Nationaltrainer vom Deutschen Rollsport- und Inlineverband, DRIV, Emil Schmohl und Peter Schödlbauer, sehr zufrieden, einmal mit der Organisation, die bei aller Sorgfalt einen reibungslosen und zügigen Ablauf garantierte, zum anderen mit den gebotenen Leistungen vor allem der von den beiden betreuten Sportler. Und auch die Verantwortlichen vom Organisationsteam durften mit der Sonne strahlen, waren doch die äußeren Bedingungen optimal und auch der Zuschauerzuspruch war sehr gut und außerdem sorgten Teilnehmer aus der Ukraine, Lettland, Slovenien und Tschechien für ein internationales Flair bei den offenen Meisterschaften – und auch für ein paar Klassensiege.

Besonders hart umkämpft waren die Klassen der Jugendlichen und der Aktiven, aber auch bei den Schülern und schon bei den Kindern gab es ehrgeizige Duelle. Bei den Senioren wollte Sigi Zistler, Abteilungsleiter Ski und Inline im FC Chammünster und Leiter des Organisationskomitees der DM, die hauchdünne Niederlage beim Riesenslalom am Vortag diesmal wettmachen und lief auch einen schönen Vorsprung gegenüber seinem Hauptkonkurrenten Jindrich Krydl aus Tschechien heraus. Vom FC Chammünster lagen außerdem Luzia (Schülerinnen) und Magdalena Gruber (Jugend w.) an der Spitze ihrer Klassen, bei den Seniorinnen war Almut Aschenbrenner-Schultze vom ASV Arrach vorne.

Nach der Mittagspause, wo sich alle an den Ständen der FCC-Fußballer oder –Turndamen oder beim Vereinsheimwirt stärken konnten, waren alle auf den Ausgang des zweiten Durchgangs gespannt und ob es dabei noch größere Verschiebungen im Klassement geben würde. Die favorisierten Sportler lagen meistens auch diesmal schon unter den Ersten ihrer Klasse, einige waren aber auch schon ausgeschieden. Den zweiten Lauf hatte der tschechische Trainer Zdenek Pospišil anspruchsvoll, aber auch mit schnellen Passagen mit insgesamt 45 Toren bestückt, so dass ein sehr hohes Tempo möglich wurde und das ganze Können und eine unglaubliche Reaktionszeit der Fahrer gefordert waren. Auch bei diesem Lauf zeigte sich, dass die Fahrer, die Dynamik und Eleganz miteinander vereinbaren können, ganz vorne landen, während die Sportler, die nur auf eine dieser Komponenten setzen, das Nachsehen haben, auch wenn ihr Rennstil auf den ersten Blick äußerst rasant wirkt.

Sauberer, enger Fahrstil brachte Sven Ortel die schnellste Zeit aller Teilnehmer.

Bei den Damen war Manuela Schmohl hauchdünn vorne.

Auch beim zweiten Durchgang war eine der Schlüsselstellen im unteren Teil der Strecke, etwa vier Tore vor dem Ziel, wo für einige Läufer das späte Aus kam, unter anderem für den FCCler Sigi Zistler, der aber den Lauf noch beendete, dem aber damit natürlich die Revanche für die Niederlage am Vortag nicht mehr glücken konnte. So musste er sich auf seiner Heim-DM mit nur einem weiteren Deutscher-Meister-Titel für seine ansehnliche Sammlung begnügen. Andere Läufer, besonders im Jugend- und Aktivenalter, meisterten die eng gesteckten Tore auf unglaublich kurze Zeit. Bei den Damen war im zweiten Durchgang Claudia Wittmann vom FC Chammünster in 28,08 Sekunden die rund 300 Meter lange Strecke hinunter gesaust, konnte aber in der Aktivenklasse von den vier Hundertsteln aus dem ersten Durchgang gegenüber Manuela Schmohl vom SC Unterensingen nur zwei aufholen, so dass der Meistertitel an die Württembergerin ging. Drittschnellste war Mona Sing vom SV Winnenden, mit 0,86 Sekunden Rückstand auf Schmohl.

Bei den Herren war die Jugendklasse am schnellsten dran und Sven Ortel vom DJK-SV Adlkofen dominierte hier beide Durchgänge und vergrößerte den äußerst knappen Vorsprung aus dem ersten Lauf auf Vortagssieger Moritz Doms von der TG Tuttlingen von nur zwei Hundertstel Sekunden im zweiten doch noch auf 0,64 Sekunden. Dritter wurde hier der Jugendliche Noah Sing vom SV Winnenden mit 0,95 Sekunden Rückstand vor den Brüdern Marco und Rico Walz vom TSV Steinenbronn, die schon zu den Aktiven zählen.

Klassensiege bei den German open gingen unter anderem an den Tymofii Balakin aus Kiew/Ukraine in der Klasse Kinder U12 m. oder an die Letten U10-Buben Georgs Smalcs und Pauls Peters Prancans oder Jindrich Krydl aus Tschechien bei den Senioren. Aber auch die beiden Gruber-Schwestern Luzia und Magdalena vom FC Chammünster wurden sichere Klassensieger (Schülerinnen und Jugend weiblich), jeweils vor ihren Vereinskameradinnen Anna-Sophie Münch, die trotz einer Kniebandage einen klasse Wettkampf zeigte, bzw. Katharina Hoffmann. Zweite Plätze gab es außerdem für die FCCler Kerem Fischer (U12 m.), Maximilian Schödlbauer (Schüler m.) und Claudia Wittmann (Aktive w.).

Die Gesamtergebnisse können auf der Website der Ski- und Inlineabteilung des FCC, fc-chammuenster.de/skiinline/, heruntergeladen bzw. gelesen werden.

Bei der Siegerehrung am Nachmittag auf der Bühne beim Festzelt lobte Schirmherr Josef Rädlinger junior vor allem die Organisatoren vom FC Chammünster. Chammünster habe sich mal wieder als ein Austragungsort erster Klasse erwiesen und die Vereinsmitglieder hätten eine tolle Deutsche Meisterschaft mit allem, was dazugehört, auf die Beine gestellt. Er als Schirmherr sehe seine Aufgabe als erfüllt an, denn das Wetter hätte an den beiden Tagen für so einen Wettbewerb kaum besser sein können. So hätten die Zuschauer wieder äußerst spannende und spektakuläre Rennen sehen können.

Rädlinger durfte dann zusammen mit Simone Schödlbauer und Birgit Vogl, die seit Anfang August im BRIV für den Inline-alpin-Sport zuständig ist, den jeweiligen Klassensiegern und Platzierten die Urkunden überreichen. Die jeweils ersten Drei bekamen außerdem noch einen hübschen Glaspokal. Die Jüngsten die an den offenen Deutschen Meisterschaften hatten teilnehmen dürfen, waren die Kinder U8 weiblich, wo das Stockerl fest in der Hand des ASV Arrach war, was die hervorragende Nachwuchsarbeit des Vereins zeigt.

Anschließend wurden noch die Medaillen für die drei Ersten der Deutschen Meisterschaft in den Klassen Schüler, Jugend, Aktive und Senioren mit einem kurzen Anspielen der deutschen Nationalhymne überreicht und dazu gab es noch eine Sonnenblume, einen Gutschein vom Modehaus Schödlbauer, Bad Kötzting, sowie eine Tüte mit Sachpreisen. FCC-Vorsitzender Dr. Hans-Jürgen Moser durfte jeweils die Bronzemedaille umhängen, Klaus von Scholley vom DRIV die silberne und MdB Karl Holmeier, der extra wegen des Inline-Sports in Chammünster vorbeigeschaut hat, die goldene. Am Schluss versammelten sich alle Deutschen Meister im Inline-alpin-Slalom 2016 auf der Bühne und wurden mit dem Deutschlandlied geehrt.

MdB Karl Holmeier dankte vor allem den Sportlern, dass sie aus den verschiedensten Ländern Europas extra nach Chammünster gekommen sind, um bei der Offenen Deutschen Meisterschaft teilzunehmen, aber auch dem FC Chammünster und seiner Ski- und Inlineabteilung, dass sie die Organisation so einer großen Veranstaltung auf sich genommen haben, sowie den Sponsoren, die das Vorhaben unterstützten.

„Herzlichen Dank dem FC Chammünster für die großartige Organisation der Rennen. Ihr habt gezeigt, wie man das richtig macht. Ich lade alle anderen Vereine, die hier sind, ein, sich das anzuschauen und nachzumachen. Denn wir brauchen immer Vereine als Ausrichter und da kann man sich vom FC Chammünster was abschauen“, lobte DRIV-Vertreter Klaus von Scholley. Und FCC-Vorsitzender Dr. Moser ergänzte, dass man ein hervorragendes Fest in Chammünster erlebt habe, das nur dadurch möglich wurde, dass viele Mitglieder des relativ kleinen Sportvereins sich eingebracht und mitgeholfen hatten.

Organisationskomitee-Leiter Sigi Zistler sagte am Schluss allen, die sich irgendwie bei der Vorbereitung oder Durchführung des Festes engagiert hatten, seinen Dank aus und überreichte an die Gäste aus Lettland und der Ukraine Kuverts mit Benzingeld. Denn die Familie aus Kiew etwa hatte noch eine Strecke von 1700 Kilometern vor sich und hatte bei der Anreise allein an der polnischen Grenze sechs Stunden warten müssen.

Sigi Zistler holte im ersten Durchgang einen schönen Vorsprung heraus.

Bei den jüngsten Mädchen war das Podest fest in der Hand des ASV Arrach.

Lettland streckte sich bei den Jungen U10 ganz nach oben ...

... während es bei den Jungen U12 der Ukrainer schaffte.

Schirmherr Josef Rädlinger junior hatte gute Arbeit geleistet, die Wettkämfe konnten unter besten Voraussetzungen stattfinden.

Einen Doppelsieg gab es bei den Schülerinnen für den FC Chammünster durch Luzia Gruber und Anna-Sophie Münch. Ebenso bei der weiblichen Jugend mit Magdalena Gruber und Katharina Hoffmann.

Ganze zwei Hundertstelsekunden trennten Claudia Wittmann und Manuela Schmohl am Schluss.

Die Deutschen Meister 2016 im Slalom Inline alpin mit der Prominenz.

Sie alle hatten Pokale bei der Offenen Deutschen Meisterschaft geholt.

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