Erfolgreich im Sommer wie im Winter
Jahresversammlung Abteilung Ski und Inline im FC Chammünster – Vorstand bestätigt

Chammünster (hh). Es ist immer ein harmonisches Familienfest, wenn die Abteilung Ski und Inline im FC Chammünster ihre Jahresversammlung mit Ehrung der Vereinsmeister im Riesenslalom und Saisonabschlüssen im Gasthaus am Ödenturm begeht. Heuer kamen auch noch die Neuwahl des Abteilungsvorstands sowie die Auszeichnung der Vereinsmeister im Slalom dazu, wobei die Spartenleitung großenteils die bewährte blieb.
Gut gefüllt war der Saal des Gasthauses am Ödenturm wieder, als Abteilungsleiter Sigi Zistler die Jahresversammlung der FC-Sparte mit der Begrüßung eröffnete, bei der er neben den vielen Mitgliedern aller Altersgruppen Chams dritte Bürgermeisterin Barbara Dankerl sowie Stadtrat Stefan Schönberger willkommen hieß. In seinem Jahresrückblick stellte er erfreut fest, dass die Abteilung in den letzten Jahren wieder mehr Sportler dazugewann, was auch dem Gesamtverein gut tue. Besonders bei den Skifahrern zahle sich das engagierte und breite Trainingsangebot gerade im Nachwuchsbereich durch Paul Brückl aus. Brückl sei der Garant für die Erfolge der jungen FCC-Skirennfahrer und auch dafür, dass der FC Chammünster wiederholt die Vereinswertung des Bayerwald-Skiverbands gewinnen konnte.
Diese Entwicklung hat Johannes Götz auf der Internetseite der Abteilung auch für die vergangene Saison mit zahlreichen Berichten, Bildern und Ergebnissen wieder festgehalten. Auch die jeweils anstehenden Termine der Skifahrer bzw. Inlinesportler kann man auf der Homepage aktuell sehen oder sie in einen Online-Terminkalender aufs Handy laden lassen. Zistler dankte ihm für sein herausragendes Engagement und seine Kreativität, die unheimlich wichtig für die positive Außenwirkung der Abteilung sei und die Mitglieder über das Geschehen bestens informiere. Er sei froh, so Sigi Zistler, dass er sich seit Jahren auf so viele hervorragende Mitstreiter in der Abteilung verlassen könne. Ohne sie könnte der Verein nicht so Großereignisse wie das Inline-Weltcuprennen in Furth im Wald oder das FCC-Skirennwochenende am Arber durchführen. Doch gerade solche Aktivitäten seien enorm wichtig, um einmal Geld in die Abteilungskasse für notwendige Investitionen zu bekommen, aber auch, um die Abteilung und ihre Angebote in die Öffentlichkeit zu bringen.


Auf die Skisaison blickte anschließend Josef Hecht zurück und konnte dabei wieder viel Erfreuliches festhalten. Wie jedes Jahr startete die Abteilung in die Wintersaison mit einem Trainingslager in der Allerheiligen-Woche auf den Gletschern bei Sölden in Tirol. Knapp 30 Teilnehmer trainierten Slalom und Riesenslalom bei diesmal besten Bedingungen (Naturschnee und Sonnenschein). Um das Erscheinungsbild der Sportler und Trainer wieder anzupassen und zu vereinheitlichen, wurde im Dezember neue Vereins-Skikleidung angeschafft, wobei die Abteilung einen Teil der Kosten übernahm und Intersport Wanninger sich kulant zeigte. Auch für den Sommer gibt es entsprechende Kleidungsstücke.
So ausstaffiert starteten die FCCler in die Skisaison, die heuer mal wieder ausgiebig zu Hause genossen werden konnte. Von Dezember bis Anfang April wurden 48 Trainings abgehalten. Durchschnittlich nahmen zehn, teilweise aber bis zu 22 Skifahrer teil. Am öftesten war Tobias Haegele dabei, was wohl auch seine bisher beste Saisonleistung erklärt. Bei der Familienwertung tat sich Familie Benecke hervor.


Mitte Januar startete der Skikurs des FCC mit 51 Teilnehmern, eine weitere Annäherung an frühere Zeiten. Claudia Wittmann hatte ihn wieder bestens organisiert und viele Helfer an ihre Seite geholt, so dass der Kurs ein voller Erfolg wurde. Auch neue Materialien konnten eingesetzt werden. Aber überhaupt sei die Skisaison im Bayerwald mit vielen Rennen sehr gut gewesen, fand Hecht. Und die Rennläufer des FCC seien in allen Altersklassen sehr erfolgreich gewesen. Insgesamt hätten sie in 14 Rennen 205 Starts hingelegt. Nach dem Einbruch in der Coronazeit setze sich der positive Trend fort, freute sich Josef Hecht. So landete der FCC in der alpinen Vereinswertung des Skiverbands Bayerwald mit 530 Punkten klar vor dem WSV Mitterfirmiansreut (379) und dem SC Langfurth (328). Dies sei der achte Erfolg in 12 Jahren, obwohl die Konkurrenz wieder größer geworden sei.
Und nun zeichneten Hecht und Paul Brückl einzelne Sportler aus, die in den Ski-Wettbewerben des Skiverbands Podestplätze errungen hatten. Im Sparkassen-Kinder-Cup kam Eva Malterer (U10 w.) auf Rang drei, Jana Ziesler in der U12 w. auf Platz eins. Auch die anderen Minstacher Starter hielten sich sehr gut. Die Älteren nahmen an der Max-Schierer-Cup-Wertung teil. Hier kam Angelina Meierhofer auf Platz drei (Schüler w.), ebenso Angela Benecke bei den Damen, Tobias Haegele schaffte bei den Herren gar Platz eins. Auch hier schlugen sich die anderen FCCler gut. Haegele habe in diesem Winter des Öfteren die Tagesbestzeit herausgefahren und war einige Male ganz oben auf dem Stockerl.
Ein paar Höhepunkte aus Sicht des FCC waren natürlich das Minstacher Rennwochenende am Arber Ende Februar, wo leider der Sonntag recht verregnet war. Trotzdem konnten vier Rennen mit über 360 Starts durchgeführt werden, darunter die zum Sparkassen-Kinder-Cup, die 8. offene Landkreismeisterschaft, das Minstacher Pokalrennen (Riesenslalom) und der Slalom-Ödenturmcup mit Vereinsmeisterschaft im Slalom. Die Vereinsmeisterschaft im Riesenslalom war dann am 1. März, die 61. Chamer Stadtmeisterschaft am Pröller, ausgerichtet von der DJK Vilzing, aber fast eine etwas erweiterte Vereinsmeisterschaft des FCC, fand am Pröller/Hinterwies Anfang Februar statt. Ein paar Vereinsmitglieder nahmen wieder an der Gardenissima, einem Riesenspektakel mit über 700 Startern in Südtirol, teil, sie landeten meist in den 200er-Rängen. Und Rudi Neumeier war bei der Senioren-WM mit über 1600 Startern. (Fast) alle Ergebnisse sind auf der Abteilungshomepage, fc-chammuenster.de/skiinline, nachzulesen.
Die beste Saison seit vielen Jahren nannte Sigi Zistler den vergangenen Sommer für die Inline-alpin-Sportler des FCC. Vor allem auch wegen der Durchführung der Weltcuprennen während der Landesgartenschau in Furth im Wald. Der Aufwärtstrend bei den Inlinern spiegele sich auch in den Zahlen der Anfängerkurse wider. Mit 55 Teilnehmern heuer habe man noch mal sieben mehr als im Vorjahr gehabt. Claudia Wittmann habe alles bestens organisiert. Bei den Kindertrainings an der Brücke bei Chammünster jeweils dienstags seien 20 bis 25 Kinder mit Eifer dabei. Leider könne Julia Hübert wegen ihres Studiums heuer nicht mehr als Trainerin mitmachen, dabei seien die Trainer doch das Entscheidende für den Erfolg eines Vereins. Aber mit Claudia Wittmann, Katharina Hoffmann, Magdalena und Luzia Gruber stehen weiter ehemalige Weltklasseläuferinnen als Übungsleiterinnen bereit. Auch das Slalomtraining für alle Altersklassen starte wieder kommende Woche an der Brücke.
Das Aushängeschild des FCC im Inlinesport sei Max Schödlbauer, der letzte Saison Gesamtsiebter im Weltcup wurde und oft nur knapp am Stockerl vorbeischrammte. Jana und Nina Ziesler haben sich für den Bayernkader qualifiziert. 2025 gab es zehn Weltcuprennen von Lettland und der Schweiz über Slowenien und Tschechien bis Italien, dazu die Europameisterschaft in Villablino/Spanien, die Bayerische Meisterschaft in Bad Kötzting sowie ein Bayn-Inlinecup-Rennen in Chameregg. Heuer soll es zwölf Weltcup-Rennen geben, wieder die EM in Villablino, außerdem die World Skate Games in Asunción in Paraguay und fünf Rennen zum Bayern-Inline-Cup.
Für so viele Aktivitäten braucht es Geld. Die Kasse führt souverän Claudia Wittmann. Ihren Bericht stellte Sigi Zistler vor und nannte ihn sehr erfreulich. Denn trotz vieler Anschaffungen (Vereinskleidung, Trainingsmaterial) konnte die Abteilung alle Kosten selber schultern und sogar ein minimales Plus erwirtschaften. So wurden Kassenwartin und Vorstand einstimmig entlastet.
„Ihr seid’s da Wahnsinn“, bescheinigte Barbara Dankerl der Abteilung. Die Sparte habe super engagierte Trainer und eine harmonische und erfolgreiche Führung. So könne es weitergehen, wünschte die dritte Bürgermeisterin. Stadtrat Stefan Schönberger wies auf die Bedeutung der Abteilung für den Gesamtverein hin, sei doch fast die Hälfte aller FCC-Mitglieder dort gemeldet und durch die regionale wie auch internationale Präsenz repräsentiere sie den Verein, aber auch die Stadt Cham nach außen. Es sei wichtig, dass sich die Mitglieder ihren Spaß am Sport und miteinander beibehalten. Schönberger bat die Abteilungsmitglieder, auch bei der Jahresversammlung des Hauptvereins zu escheinen und den wohl neuen Vorstand zu unterstützen.
Alexander Kregiel, bewährter Moderator der Minstacher Ski- und Inlinerennen, führte nun die Siegerehrung der Vereinsmeisterschaften zuerst im Riesenslalom und dann im Slalom durch. Sieger im Riesentorlauf wurden Franziska Hofmann und Daniel Mayer – sie hatten traditionell ein Fassl Freibier spendiert, die Abteilung das anschließende Buffet –, Siegermannschaft wurde die Arber-Ski-Crew (Tobias Haegele, Korbinian und Angelina Meierhofer), die Familienwertung gewann Familie Meierhofer. Die Vereinsmeister im Slalom sind Angelina Meierhofer und Daniel Mayer. Alle Klassensieger bekamen Pokale oder Sachpreise und Urkunden. Alle Ergebnisse auf der Abteilungshomepage.
Die Neuwahl des Vorstands leiteten Barbara Dankerl, Stefan Schönberger und Hans Götz. Wobei bloß Schönberger aktiv sein musste, da alle Posten per Akklamation gewählt werden konnten und zudem fast alle bisherigen Amtsträger sich erneut zur Wahl stellten. Das eindeutige Ergebnis: Abteilungsleiter: Sigi Zistler; sein Stellvertreter: Andy Babl; Kassier: Claudia Wittmann; Schriftführer: Dr. Johannes Götz; Jugendleiter: Josef Hecht; Besitzer mit spezieller Aufgabe: Gerätewart Inline: Erich Wittmann; stv. Jugendleiterin: Andrea Ziesler; Cheftrainer Ski: Paul Brückl; Sonderaufgaben: Alexander Kregiel; Gerätewart Beschallung/Rennmeldung Ski: Markus Weigl; Siegerehrungen: Ursula Hecht; Pressewart: Holder Hierl; Gerätewart Inline: Alexander Hübert; weitere Beisitzer: Andreas Schönberger, Helmut Münch, Theo Ries, Reinhard Wutz, Herbert Geiger, Eva Hoffmann, Franziska Hofmann, Patrick Hofmann, Julia Hecht, Alexander Meierhofer, Christian Wühr.
Ein paar Termine gab’s noch vor dem Essen: 28.04.2026 Start des Inlinetrainings an der Brücke; 15.05.2026 Jahresversammlung FCC-Hauptverein um 20 Uhr im Sonnenhof, Schlondorf; 17.05.2026 Saisonehrungen des Skiverbands Bayerwald in Bodenmais; 19. bis 21.06.2026 Gründungsfest ASV Arrach; 12.07.2026 Bayern-Inline-Cup in Chameregg; 12.09.2026 Bayerische Meisterschaft Inline-RS in Bad Kötzting; 09. bis 13.10.2026 World Skate Games in Asunción/PRY; 05. bis 08.11.2026 Trainingslager in Sölden; 15. bis 19.07.2027 100-jähriges Gründungsfest FC Chamerau, hier ist der FC Chammünster Patenverein.
Und weil doch etliche Mitglieder im vergangenen Winter sich dem FC Chammünster angeschlossen hatten, stellte sie Paul Brückl den altgedienten vor. Viele verwiesen dabei auf das Trainingsangebot, das sie zum FCC gebracht habe. So kann die Abteilung getrost in die Zukunft blicken.